Freitag, 10. Februar 2017

Minimalismus reloaded

Seit ich in meine kleinere Wohnung gezogen bin, habe ich immer wieder ausgemistet. Ich bin jetzt nicht der "jede-Woche-Soundsoviele-Teile"-Ausmister, sondern ich mache das eher anfallsweise.

In den letzten knapp zwei Jahren nach meinem Umzug haben sich meine Billy-Regale im
Ziemliche viele Stoffquadrate...
Wohnzimmer ordentlich geleert. Vor allem das Stoffregal ist wirklich übersichtlich geworden. Kürzlich konnte ich Frau zuse noch mit meinem restlichen Vorrat Canvasstoffe glücklich machen. Der Stoffshop lief irgendwie gar nicht mehr, aber die Stoffe werden vom rumliegen auch nicht schöner. Meine geschnittenen Stoffe habe ich auch reduzieren können. Ein Teil der schwarz-weiß-gemusterten steckt jetzt in einem Quilt, der auf meinem Bett liegt. Ich hatte immer wieder über eine Tagesdecke nachgedacht, aber nichts gefunden, das mir gefiel, bis ich dann auf die (offensichtliche) Idee kam, etwas selbst zu nähen.


Es ist leider so, dass der Großteil meines Stauraums in Schlaf- und Wohnzimmer nicht mit meinen Kleidungsstücken, Büchern etc. belegt ist, sondern mit dem Lager meiner Shops. Und da ich dort nicht mehr viel Energie reinstecke, liegt es und liegt und liegt... Es lohnt sich einfach nicht für mich, da ich im Verhältnis viel zuviel Steuern nachzahlen muss, wenn ich über einen dreistelligen Gewinn komme. Von daher kann ich das Zeug auch spenden oder verschenken. Oder zum Supersonderpreis auf etsy rauswerfen.

Was die anderen Bereiche in meiner Wohnung betrifft, habe ich alles inzwischen sehr übersichtlich bekommen. Meine Kleidung organisiere ich seit einiger Zeit um, Merino statt Sweatshirts (ok, ein paar Ausnahmen gibt es) und die nächsten Jeans möchte ich bei "manomama" kaufen. Auf die Idee hat mich Roland gebracht, der dort im Sommer eingekauft hat. Die Jeans sehen super aus und sind nicht aus diesem Labberstoff, der nach einem Jahr Löcher bekommt, sondern so "wie früher", nämlich richtig fest und dick. Die Produktion der Hosen erfolgt in Deutschland.
Zwischenstopp


Ein paar Koch- und Backbücher habe ich noch aussortiert, da ich mir meine Rezepte und Anregungen inzwischen hauptsächlich über das Internet hole. Es gibt ein paar Kochbücher, die ich behalten werde, auch wenn ich da draus nur eine Handvoll Rezepte zubereite, aber von denen mag ich mich nicht trennen.

Mein Freundeskreis hat sich inzwischen an meine "keine-Geschenke"-Politik gewöhnt, aber ab und zu gibt es immer noch schräge Blicke, wenn ich mich dem Konsum verweigere.

Impulskäufe gibt es so gut wie gar nicht mehr und mit jedem Teil, das meine Wohnung verlässt, wird
Fertig!
mir leichter ums Herz. Ich könnte mich räumlich weiter reduzieren, aber ich habe gemerkt, dass ich das nicht möchte, da ich gerne auch mal größere Gruppen Freunde einlade und in einer Einzimmerwohnung wäre ich dann doch arg eingeschränkt. Außerdem ist so ein zweites Zimmer, bei dem man eine Tür zumachen kann, ganz schön und eine richtige Küche mag ich auch haben, nicht nur zwei Platten und eine Spüle.

Als Inspiration für weitere Aufräum- und Ausmistaktionen hatte ich mich bei der "January Cure" von apartmenttherapy angemeldet. Ab und zu gibt's da ganz interessante Anregungen für mich.

Je weniger ich habe, umso klarer wird mir, was ich behalten möchte, was mir wirklich wichtig ist.

Das finde ich eine prima Sache und damit mache ich weiter.

Kommentare:

  1. Deine Decke ist toll geworden! So viel Arbeit, aber das Ergebnis lohnt die Mühe!

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    1. Danke :-) Schlussendlich waren es nur drei Nachmittage, wo ich an der Decke gearbeitet habe. War eigentlich als Winterprojekt gedacht... dafür habe ich dann noch etliche Sachen gestrickt und gehäkelt. Aber jetzt reicht es mal mit Winter, ich will aufs Moped.

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