Freitag, 26. Dezember 2014

Mein 365-Tage-Projekt - Stand der Dinge

Sieht klasse aus, oder?
Ich habe das Jahr über vor allem im Frühjahr und jetzt im Spätherbst und Winter weiter ausgemistet. Es ist leerer geworden in meiner Wohnung, aber immer noch nicht so leer, wie ich es gerne hätte.

Mein letztes Projekt, die Renovierung meines Schlafzimmers, ist fertig. Die Wände sind frisch gestrichen, naja, zumindest die vor und die hinter dem Bett. Wer mein minikleines Schlafzimmer kennt, wird wissen, dass das nur mit akrobatischer Höchleistung möglich war, ohne mich oder das Bett in Dispersionsfarbe zu tränken. Ich hätte nie gedacht, dass anthrazitfarbene Wände in echt so toll aussehen, nachdem man das ja ständig irgendwo im Netz sieht. Mein kleines Schlafzimmer wirkt interessanterweise jetzt viel größer. Ich möchte nun noch das Metallregal durch ein Holzregal ersetzen, aber das hängt noch davon ab, ob der hiesige Holzladen auch liefert. Mit dem Rad kann ich die Sachen nicht transportieren und mit Conchita auch nicht ;-)

Wohnzimmer mit Weihnachtspost
Vor drei Wochen habe ich am Samstag eine Art Hofflohmarkt gemacht und bin durch Inserate auf ebay Kleinanzeigen ziemlich viele Sachen losgeworden. Leider gehen meist nur Dinge weg, die zu verschenken sind oder unter 5 € kosten. So steht hier doch noch einiges herum.

Die Verschenkkiste erfreut sich aber immer wieder großer Beliebtheit und diverser Dekokram ist  verschwunden. Vor ein paar Tagen habe ich meinen Keller aufgeräumt und dabei einige Dinge entsorgt bzw. von dort in den Schuppen gebracht, wo sie ihr weiteres Schicksal erwarten. Schön wäre, wenn im Keller irgendwann nur noch meine Unterlagen, meine Winterjacken, Werkzeug und meine Campingsausrüstung wären. Bis jetzt ist da noch allerlei anderer Kruschtel, unter anderem Regalböden, die ich nicht mehr brauche, die aber ohne die entsprechenden Seitenteile nicht nutzbar sind. Folglich stehen sie noch eine Weile herum, denn die Seitenteile sind noch in Gebrauch, siehe oben.

Obere Reihe: ThelittleCanoe, Trash Code Universe, industrial fairytale, tigrowna, inko, Tassenbrödel
untere Reihe: Trash Code Universe, inko, Trash Code Universe


Im Wohnzimmer sind die von mir "umgezogenen" Kunstleder-Poufs verschwunden, ebenso die beiden Plastiktische. Ich werfe schon seit einiger Zeit alles Plastikzeug
FriendPrices
aus der Wohnung raus und ersetze es durch Holz.

So z. B. in der Küche: Plastikschneidematten raus, zwei schöne Holzbrettchen rein. Statt der Poufs gibt es im Wohnzimmer einen zweiten Sessel (Flohmarktfund aus dem Haus gegenüber) und einen kleinen Tisch. Das Zimmer hat wieder eine "Mitte". Außerdem habe ich im Lauf des Jahres einige neue Drucke gekauft, die das Wohnzimmer bzw. das Schlafzimmer schmücken.

Und ich habe ein Faible für diese Ikea-Kunstfelle entwickelt. Die Dinger sind einfach unglaublich toll, warm, kuschelig und es mussten nur ein paar Polyester dafür sterben.

Wenn es in dieser Wohnung etwas braucht, dann Wärme und Kuscheligkeit! In der Küche steckt der Bistrotisch jetzt dauerhaft unter einer Retrotischdecke und das Metalltablett, auf dem meinWasserkocher und die Tees standen habe ich durch ein Bambustablett ersetzt. Ich gehe regelmäßig in einen bestimmten Secondhandladen bei mir in der Nähe und mit etwas Glück finde ich da immer wieder schöne Dinge für sehr kleines Geld. So z. B. eine wunderschöne 50er-Jahre-Vase, Holzkerzenhalter, eine Holzschachtel oder Keramik für meine Stifte auf dem Schreibtisch.


Helen Dardik, ThelittleCanoe, Trash Code Universe, The Wheatfield
... und die Pixxelkette war ein Geschenk von Hasenfratze :-)


Ich habe neulich foodsharing.de entdeckt. Dort kann man nicht mehr benötigte oder übrige Lebensmittel anbieten oder mitnehmen. Nach Parties ist meist ja einiges übrig, weshalb ich diese Möglichkeit nutzen werde, um jemandem eine Freude zu machen. Heute habe ich eine Flasche Pitú und eine Flasche Streitberger Bitter weggeben. Ich persönlich würde dort nur verschlossene und nicht angebrochene Lebensmittel anbieten oder auch abholen, alles andere finde ich eher heikel.

Die ganze Verschenk- und Tauschkultur macht mir zunehmend Spaß. So landen nur wenige Sachen im Müll (hoffe ich zumindest) und ab und an kommt noch ein bisschen Taschengeld rein.

Meinen Urlaub habe ich bis jetzt wirklich gut genutzt und statt an den Feiertagen unter dem Baum zu sitzen oder mich über die angefressenen Speckringe zu ärgern, habe ich ausgemistet, geräumt, gepackt, geputzt, sortiert.Weihnachten beschränkte sich auf einen wirklich kurzen Familienbesuch und gemeinsames Kaffeetrinken bei Freunden. Für das nächste Jahr habe ich mir aber vorgenommen, über Weihnachten wegzufahren, um dem Rummel möglichst zu entkommen. Mal sehen, was sich da so ergeben wird.

Für das kommende Jahr habe ich mir zumindest erst einmal für den Januar eine "buy-nothing"-Aktion überlegt. Nein, ich werde nicht hungern. Damit ist gemeint, dass ich keine Konsumartikel kaufen möchte. Dinge wie Essen, Verbrauchsmaterial (Öl und Benzin z. B.) oder Dinge, die ersetzt werden müssen, weil etwas kaputt geht, sind davon ausgenommen. Ich habe die letzten Tage nämlich im Zug der Renovier- und Umgestaltungsaktion einiges eingekauft und da muss jetzt ein Gegengewicht her. Im Januar wird erstmal nichts gekauft. Ok, wenn ich mir meine schwarze Jeans so ansehe... aber ich habe noch zwei andere, das muss erstmal reichen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein konsumarmes 2015 :-)





Kommentare:

  1. Ab Montag hab ich wieder mein Auto...dann könnten wir (weil ja noch Dezember) Regalshoppen gehen??!

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  2. Das Paradies pflegt sich erst dann als Paradies zu erkennen zu geben, wenn wir daraus vertrieben wurden.

    Hermann Hesse (Dt. Schriftsteller, 1877-1962) *♥RESchPEKTundaufweiteresin"2015"GESPANNTbin*

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