Montag, 8. Dezember 2014

Advent, Advent, die Zeit, sie rennt...

Zeche Zollverein, Essen
Auf einmal ist es jetzt Dezember geworden und Weihnachten rückt immer näher.

Ich war Ende November noch einmal im Pott und wir hatten - Dank meines hervorragenden Schwarzwaldkarmas - wieder einen sehr sonnigen Samstag.

Den Tag nutzten wir für einen Besuch auf der Zeche Zollverein in Essen und im Ruhrmuseum.
Ich bin immer wieder beeindruckt und merke, wie wenig ich von der Gegend da oben weiß. Im Kopf habe ich die Bilder von den kohlestaubüberzogenen Kumpels, von smogversuchten Städten und generell ist in meinen Bildern alles grau, wenn ich an den Pott denke.

Was mir z. B. nicht klar war ist, dass Zollverein erst 1993 geschlossen wurde. Irgendwie habe ich das alles mit den 80ern verbunden. Mit einem Einheimischen unterwegs zu sein, dessen Vater und Großvater im Bergbau gearbeitet haben, ist noch einmal doppelt so interessant.


Panorama auf der Panoramaplattform







Auf der Panoramaplattform hatte man zwar keine so supergute Sicht, aber ausreichend, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Notiz an meine Vermieterin...
Ich komme selbst aus einem Ballungsraum (Nürnberg-Fürth-Erlangen) und bin froh, der eng besiedelten Landschaft entflohen zu sein. Klar, die Industriedenkmäler haben ihren eigenen Reiz und Charme, aber überall um mich herum nur Stadt zu haben, finde ich grausig. Ich komme mir immer wie auf einem anderen Planeten vor, wenn ich in Gelsenkirchen bin.


Heute morgen dachte ich auf dem Hinweg zur Arbeit, dass ich hier nur 5 bis 15 Minuten je nach Richtung fahren muss, um mitten in der Natur zu sein. Und wenn ich mir bestimmte Ecken aussuche, treffe ich den ganzen Tag niemanden. Selbst auf den Straßen kann es mitunter recht einsam werden, je nach Jahres- und Tageszeit.

Neben meinem Pottbesuch und den damit verbundenen Freuden sind in den letzten Wochen einige Entscheidungen gefallen. Eine davon ist, dass ich mich von meinen Onlineshops größtenteils trennen werde.

Den Gedanken daran trage ich schon seit über 2 Jahren mit mir herum und ich habe immer wieder Aktionen gestartet, meine Produkte reduziert und anders loszuwerden. Vor Weihnachten habe ich mich deshalb auch an der verhassten Rabattschlacht auf Dawanda beteiligt. Im neuen Jahr werde ich mich in großem Stil von meinem Material trennen und nur noch ein kleines, übersichtliches Lager halten. Meine  Interessen verlagern sich derzeit in Richtung Druck und Malerei und ich möchte keine neuen Dinge anschleppen, bevor die alten nicht weg sind.

Darüber hinaus denke ich über eine räumliche Veränderung nach. Wenn ich kein großartiges Lager mehr haben muss, erübrigt sich das dritte Zimmer in meiner Wohnung.

Klar, der Wohnungsmarkt in Freiburg ist derzeit mehr als abartig und ich muss auch nicht aus meiner Wohnung raus.

Mein Spruch der Woche!
Aber nach knapp 5 Jahren mit Stromheizung, kalten Räumen im Winter, einer eisigen Toilette und einer Küche ohne Heizung wäre ein bisschen Komfort ganz schön und niedrigere Kosten auch. Also halte ich die Augen offen, vielleicht findet sich ja etwas. Ein bisschen wehmütig ist mir schon bei dem Gedanken, aus meiner jetzigen Wohnung auszuziehen, da sie durchaus einen gewissen Charme hat. Aber gut, wie meist wird sich hier das Richtige ergeben, wenn die Zeit gekommen ist.

Bis dahin miste ich weiter fleißig aus, reduziere, gestalte um und mache es mir in meinem Palast der Winde gemütlich.

Und was Weihnachten betrifft: Dieses Jahr gibt's Geschenke aus der Küche und selbstgemachte Karten. Auf die Hektik und die Menschenmassen in der Stadt habe ich absolut keine Lust. Das hat mir letzten Mittwoch schon gereicht, als ich einen Zahnarzttermin mit diversen Besorgungen kombiniert habe. Ne, diesen Zirkus muss ich nicht mitmachen!


Kommentare:

  1. Sie können auch Blockflötengesang (hehe) auf Kassette aufnehmen und als Geschenk verschicken... Aber nicht mir!!!!! (dann wäre es ja keine Überraschung mehr... *gibbelt, weil sie sich geschickt rausgerettet hat*)

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  2. Wassermänner werden wegen ihrer Sorglosigkeit und ihres ungebrochenen Optimismus von vielen Menschen beneidet.
    Sie können vorbehaltlos an Dinge herangehen, an denen andere bereits in der Planungsphase verzweifeln.
    Mit ihrem Lebensmut helfen Sie Freunden, die in einer schweren Krise stecken.
    *♥♥♥...weisstebescheid*

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  3. Ich möchte herzlich zu Herrn Yeti gratulieren! Die Pott hat schon Bekloppte! ;-)

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    1. mhm, vielen Dank. Aber der Yeti ist wieder im Himalaya, dem hat der Schwarzwald nicht gefallen.

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