Montag, 7. Juli 2014

Die ersten 1000 km mit Conchita aka Manfred aka Marlene aka Africa Twin

Gestern auf der Sirnitz...
Die Twin hat einen neuen Namen: solange nicht klar ist, ob sie Männlein oder Weiblein ist, wird sie Conchita heißen. Ein Blick unters Heck war bis dato auch nicht aufschlussreich.

Die ersten ca. 1000 km habe ich auf der Twin jetzt runter und ich muss sagen, WENN sie fährt, ist es einfach nur traumhaft! BIS sie gefahren ist, hat's jetzt lang genug gedauert und momentan läuft der Dauertest. Bis zum Urlaub Ende August muss sie sich als zuverlässige Tourbegleiterin beweisen, sonst muss das Äffchen wieder herhalten.

...ca. 1 Stunde später auf dem Heimweg...
In den letzten Wochen war wirklich einiges los. Ich schlug mich mit technischen Problemen herum, lernte, wie man ein Multimeter einstellt und packte ohne Scheu an die Technik der Twin. Inzwischen hat sie schon wieder eine neue Macke, die Zündkontaktunterbrechung vom Seitenständer hat vermutlich einen Wackler. Das sollte aber leicht zu beheben sein.

Letzten Donnerstag hat mich dieser Defekt aber erstmal in Aufruhr versetzt, denn nach dem Training wollte ich zum AT-Stammtisch fahren und zwar mit Conchita. Conchita sprang aber mit eingelegtem Gang nicht an und mein erster Gedanke war "Scheiße, schon wieder der Regler!!!". Dann kam ich auf die Idee, es mal mit dem Leerlauf zu versuchen und siehe da: Conchita sprang klaglos und sofort an.

Marienkäfer bei der Arbeit
Donnerstagabend war ich dann bei meinem ersten Motorradstammtisch überhaupt. Die Jungs vom
Freiburger AT-Stammtisch hatten mich per Mail eingeladen und ich gesellte mich nach dem Training dazu. Sehr nette Leute habe ich da kennengelernt, hilfsbereit und sympatisch! Jetzt gehöre ich also richtig "dazu". zu Beginn meiner Mopedkarriere habe ich mich nicht wirklich getraut, mich unters restliche mopedfahrende Volk zu mischen. Ich dachte, ich fahre zu schlecht, ich hab keine Ahnung und ich weiß nicht, was ich da sagen soll etc. Was das AT-Forum betrifft, finde ich es klasse, wie lebendig es ist und wieviele tolle Tipps man dort bekommen kann. Es ist immer jemand da.

 In den letzten 3 Monaten hatte ich öfter Gelegenheit, mit anderen zu fahren. Die Erfahrung dabei war durchaus positiv.

Nach den ersten Erlebnissen mit dem noch recht frischen Schein und eher bescheidenen Fahrkenntnissen, war ich nicht sicher, ob ich überhaupt mal so weit sein würde, anderen nicht auf die Nerven zu fallen mit der langsamen Fahrerei. Inzwischen kann ich sagen: Ich komme hinterher und das meist ohne Stress für mich. Mit der Twin bin ich immer noch etwas zurückhaltender, als mit dem Äffchen, aber das Äffchen fahre ich schon seit fast 3 Jahren und über 50.000 km. Ich gewöhne mich langsam an das höhere Gewicht der Twin und mit dem Aufsteigen und vom Seitenständer kriegen, vor allem in vollgetanktem und beladenen Zustand,  das wird auch noch. Es ist immer beruhigend zu lesen, dass andere mit den gleichen Problemen kämpfen. Ob ich jemals a la Gaston Rahier aufsteigen werde, weiß ich allerdings nicht. Das trau ich mich noch nicht mal mit dem Rad und schon gar nicht mit dem beladenen Dickschiff.

Inzwischen bin ich wirklich sehr begeistert von der Twin und schiele schon immer nach unbefestigten Wegen, die ich unter die Räder nehmen könnte. Ganz langsam werde ich mich da rantasten, aber ich merke, dass ich es mir zutraue, die Twin irgendwann über Schotter zu fahren. Und vielleicht... nächstes Jahr auf die Stella Alpina... der Mensch wächst schließlich mit seinen Aufgaben und bei Offroad-Videos kriege ich immer feuchte Augen...

Kommentare:

  1. Ich find's schön, dass Du gefunden hast, was Dich glücklich macht :o)
    pssst, mich macht Foto Nr. 3 glücklich!

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    1. Jedenfalls macht's mich glücklicher, als manches aus Fleisch und Blut ;-)

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