Freitag, 10. Januar 2014

Mein 365-Tage-Projekt

Eigentlich bin ich an diesem Projekt schon länger und immer wieder dran.
Aber dieses Jahr möchte ich es einen großen Schritt weiter bringen.

Nein, heute geht's mal nicht ums Motorrad, sondern um (m)einen Lebensstil.
Minimalismus.

Als ich mit dem Ausmisten, Umstellen und Aufräumen anfing, hatte ich noch nicht mitbekommen, dass das ein neuer Trend ist. Menschen, die sich mit weniger statt mehr begnügen, die im Extremfall nur noch 100 (oder so) Gegenstände besitzen. Menschen, die ihr Leben auf die wichtigen Dinge reduzieren.
Lustig, dass ich damit jetzt im Trend liege.

Aber was heißt das eigentlich, minimalistisch zu leben?
Reduzieren?
Sich aufs wesentliche konzentrieren?
Wer danach im Internet sucht, wird viele Antworten finden.

Meine eigenen Antworten sind diese:

Dinge, die ich nicht mehr benötige, verschenken oder verkaufen.
Wenn es um Neuanschaffungen geht, frage ich mich jetzt immer "Brauche ich das wirklich, oder will ich das (warum auch immer) nur haben?". Wenn etwas Neues kommt, fliegt etwas Altes raus.

Es wird Platz frei.
 Ich habe es schon geschafft, ein Bücherregal abzubauen.
Wobei ich gestehen muss, dass ein Karton mit den nicht verkauften Büchern jetzt im Keller steht. Ich werde ihn aber demnächst verschenken. Alles, was jetzt noch im Keller ist (außer solchen Dingen wie Werkzeug, Renovierutensilien oder meiner Campingausrüstung) wird früher oder später rausfliegen. Wenn ich hier mal ausziehe, möchte ich idealerweise maximal 10-20 Kartons haben, die herumgetragen werden müssen.

Gerade haben 5 Paar Schuhe und 2 Jacken den Besitzer gewechselt.
Ich bin froh, wenn sie morgen auf die Reise gehen!

Beim einkaufen kaufe ich keine großen Vorräte mehr, sondern nur Dinge für ein paar Tage. Dadurch werfe ich praktisch nichts mehr weg. Der Zeitaufwand für die kleinen Einkäufe, die ich meist auf dem Heimweg erledige, ist gering. In 10 Minuten bin ich meist aus dem Laden draußen. Ich komme inzwischen mit sehr wenig Geld aus. Ach ja, und seit einem Jahr backe ich mein Brot selbst. Das Vorbereiten dauert keine 5 Minuten und ich weiß, welche Zutaten drin sind.


Darüber hinaus entrümpele ich meine Woche. Ich versuche, so wenig wie möglich nur als Ritzenfüller im Internet zu surfen und auf facebook herumzuhängen. Lieber mal wieder ein Buch in die Hand nehmen. Wobei... die Bücher in diesem Jahr einem ebook-Reader weichen werden. Ich möchte nämlich nicht wieder 20 Buchkartons Treppen runter- und raufschleppen! Wenn ich ein Buch bekomme, wird ein anderes verschenkt oder verkauft.


Manche Nächte lag ich wach und hatte das Gefühl, dass mich die vielen Dinge erdrücken. Mein Arbeitszimmer wird noch eine sehr große Herausforderung. Ich möchte mein Lager verkleinern. In 5 Jahren sammelt sich viel an. Produkte, Material, Maschinen... 
Meine Zeit ist endlich.
Vor über 4 Jahren hat sich mein Leben einschneidend geändert.
Es gab viele dunkle Momente und viel Zeit zum nachdenken. Es hat gedauert, bis wieder so lief, wie ich das haben wollte. Ich habe viel gelernt. Das Schönste dabei war, dass ich wunderbar allein sein kann, ohne dass mir etwas fehlt. Und dann kam der Moment, wo ich vor meinem Bücherregal stand und dachte "Die Bücher ziehst Du nicht nochmal um!" Alles aus dem Studium, das inzwischen auch schon mehr als 13 Jahre zurückliegt, flog raus. Es ging weiter mit dem Umgestalten und reparieren von Dingen. Schubladen ausmisten. Sachen bei ebay einstellen. Für das Geld aus den Verkäufen habe ich mein Wohnzimmer teilweise renoviert, ein paar Schubladen für mein Schallplatten- und CD-Regal besorgt und schon war das nächste Regal leerer geworden.

Ich bin gespannt, wie mein Projekt weitergeht und ob ich es in diesem Jahr wirklich schaffe, Keller und Kleiderschrank weitgehend leer zu bekommen. Endziel: Kleiderschrank abbauen und Klamottenregal um 30-50% reduzieren.


Es gefällt mir wirklich gut, immer weniger Ecken zu haben, in denen Sachen vor sich hinstauben, die nicht benutzt werden. Jedes Ding, das wir haben, möchte Aufmerksamkeit, ist in unseren Gedanken präsent. Je weniger Dinge ich besitze, desto weniger Gedanken muss ich an die Dinge verschwenden.
Es fühlt sich gut an zu sagen "Das brauche ich nicht (mehr)!"



Und was macht man mit der gewonnenen Zeit?
Motorrad fahren, was sonst!










Kommentare:

  1. Hut ab!
    Bei mir sind so minimale Ansätze vorhanden und ich hoffe sie beißen sich durch.
    LG Andi

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  2. Scheint wirklich der neue Trend zu sein, und tut so gut!

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  3. YEAH, DU rockst das ;-) *♥Däumchendrüüück*

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