Montag, 1. April 2013

Endlich!

Haslach i. K.
Heute war es endlich so weit. Die erste Tour des Jahres, die auch den Namen "Tour" verdient hat! Schon am Morgen grüßte die Sonne durchs Fenster, aber im Schatten war noch dicker Rauhreif, also etwas abwarten.

Am frühen Nachmittag startete ich dann dick eingepackt. Obenrum: Unterhemd, langärmliges Shirt, dünnes Thermoshirt, Angorapulli, dickes Thermoshirt, um den Hals das neu genähte Wende-Halstuch aus diesen Stoffen. Natürlich nicht zu vergessen der Nierengurt, ein paar dünne Seidenunterziehhandschuhe, die Winterhandschuhe (in denen ich trotzdem kalte Hände habe), eine Thermoleggins, 2 Paar Socken und oben drüber die gute Stadler-Kombi mit sämtlichen Futterschichten. Ich kann mich dann kaum noch rühren, aber warm ist es.

In der Sonne war es schon recht angenehm. Heute ging es Richtung Norden. Ich habe mir für diese Saison vorgenommen, den Nördlichen Schwarzwald mehr zu erkunden, denn den Süden kenne ich inzwischen richtig gut. Was nicht heißt, dass es dort nichts mehr zu entdecken gibt. Unterwegs entschied ich mich, nach Gegenbach zu fahren. In Haslach im Kinzigtal musste ich Pause machen, die Hände waren inzwischen kalt und mir auch. Ein bisschen wintersteif bin ich noch, aber von Kurve zu Kurve konnte ich merken, wie ich wieder lockerer werde. Es waren heute auch etwas mehr Motorradfahrer auf der Straße.

Kappelrodeck
Nach einer kurzen Pause, in der ich tatsächlich meinen ersten "Draußen-Kaffee" hatte und eine kurzen Fotosafari durch Haslach, ging es weiter. Bis nach Gegenbach bin ich aber gar nicht gefahren, ich bin vorher schon nach Kappelrodeck abgebogen. Bis jetzt hatte ich die Strecke immer nur auf der Karte gesehen, bin sie aber irgendwie nie gefahren. Heute ging es frei Schnauze, der Weg ist ja sowieso das Ziel auf dem Motorrad.

Da es schon etwas später war, habe ich mich nicht so lange in Kappelrodeck aufgehalten. Ich werde da noch einen gezielten Ausflug machen und mir den Ort  genauer ansehen. Vielleicht kann man das Schloss auch besichtigen. Es hat ein bisschen was von dem Haus aus Hitchcock's "Psycho", zumindest von weitem.

Am Ende waren es dann über 200 km, und auf den letzten 20 km wurde es auch kalt. Ich habe heute Abend den Tageskilometerzähler nach dem Tanken auf Null gestellt, weil ich jetzt mal genauer wissen will, was die Maschine so an Sprit frisst. Über den Daumen gepeilt komme ich mit einer Tankfüllung ungefähr 350-380 km weit.

Schloss Rodeck - fest in russischer Hand
Diese Woche steht noch der "Beta-Test" an, ich werde die Leih-Enduro für kommenden Samstag probesitzen. Da bin ich wirklich gespannt...


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