Sonntag, 1. April 2012

Schwarzwaldtour Titisee-Schluchsee-Wehratal

Blick zum Feldberg
Heute Mittag musste ich erst einmal ewig durch die Stadt kurven, bis ich endlich aus Freiburg draußen  war, denn ich hatte nicht an den Stadtmarathon gedacht. Mein ursprünglicher Plan, über das Glottertal nach oben zu fahren, scheiterte und ich fuhr stattdessen über Stegen hoch nach St. Peter und weiter über St. Märgen zum Thurner. Vom Thurner aus ging es weiter durch das Jostal.

Oben war es auch heute wieder sehr frisch, ich musste mir schon hinter Stegen dickere Sachen anziehen, es pfiff ein frischer Wind und wenn man schneller fuhr, tat der Fahrtwind noch sein Übriges. In Titisee habe ich dann geparkt, bin zum See runtergelaufen und habe mich in der Sonne aufgewärmt. Klar, am See selbst zahlt man natürlich "Seezuschlag", aber das war mir heute mal egal.

Titisee
Titisee ist schon ein Phänomen. Der Ort ist sommers wie winters voll, und die Haupteinkaufsstraße besteht eigentlich nur aus Kitschläden und Cafés und der Restort scheint nur aus Hotels und Ferienpensionen zu bestehen. Ich mag ihn trotzdem. Auf der Terrasse gesellten sich drei Leute an meinen Tisch. Die eine Frau trug einen Button mit der Aufschrift "I love Titisee", leider habe ich versäumt, sie zu fragen, wo sie den Button her hat, ich will auch so einen. Aber ich kann auch die Buttonöse meines Vertrauens fragen.

Unterwegs nach Todtmoos
Von Titisee aus fuhr ich weiter Richtung Schluchsee und dann über Falkau und Altglashütten nach Todtnau. Ich wollte heute unbedingt das Wehra-Tal herunterfahren und fuhr nach Todtmoos. Irgendwie kann ich mir nie merken, welcher Ort welcher ist. Jedenfalls ging es eine wunderschöne und wenig befahrene Strecke größtenteils in der Sonne nach Todtmoos. Und dann fuhr ich ins Wehratal. Es ist wirklich schade, dass man praktisch nicht anhalten kann, um Bilder zu machen, denn das Tal ist unglaublich beeindruckend. Es ist tief eingeschnitten und die Straße windet sich zwischen Felsen zur Linken und der Wehra zur Rechten ins Tal. Ich musste mich heute wirklich zusammenreißen, um nicht ins träumen zu kommen, ein paar Kurven bin ich richtig schlecht gefahren, zum Glück kam kein Gegenverkehr. Das Wehratal endet kurz vor dem Ort Wehr mit der Talsperre und einem See. Hier werde ich ganz bestimmt noch einmal fahren. Auch die Strecke über Falkau und Altglashütten war neu für mich, ich entdecke auf jeder Tour neue Ecken oder alte Ecken neu.

Hier ist ein Video (nicht von mir), wo man einen schönen Eindruck von der Straße bekommen kann:


Hinter Wehr suchte ich nach der Abfahrt zur Erdmannshöhle, die sich im Ort Hasel befindet. Dort angekommen, stellte ich das Bike gegenüber der Gaststätte Erdmannshöhle ab und lief herunter. Man kann dort auch direkt parken, aber das Schild, das ich sah, war so verwirrend, dass ich dachte, die Höhle wäre gleich hinter der Gaststätte.  Nun, leider war ich zu einem schlechten Zeitpunkt gekommen. Die Höhle war zwar schon geöffnet, die letzte Führung aber bereits vorüber und es wurde für ein Konzert am Abend geübt. Also bin ich wieder zurückgelaufen und habe mich auf der Terrasse von der Gaststätte ausgeruht. Ich werde die Höhle aber sicherlich irgendwann besichtigen gehen, schon allein, um die Erdmännchen und -weibchen zu grüßen, die dort vielleicht noch wohnen.

Danach ging es ebenfalls auf neuen Pfaden weiter Richtung Lörrach. Ich fuhr über Maulburg und Adelhausen nach Lörrach. Das war eigentlich ein Umweg, aber die Strecke hat sich gelohnt. Es ging durch lichte Laubwälder auf einer kleinen, gut ausgebauten Straße über die Hügel nach Lörrach. Ich entschied mich dann, über Kandern nach Badenweiler zu fahren, weil diese Strecke einfach einmalig schön ist. Vor ein paar Wochen war ich ja nach Schloss Bürgeln unterwegs. Inzwischen ist die Natur um einiges weiter, die Obstbaumblüte beginnt im Tal und in den Wäldern bilden die Buschwindröschen weiße Teppiche, die erste zarten Blätter werden grün.

Es ist wirklich ein besonderes Geschenk, durch die erwachende Natur zu fahren. Alle paar Tage ist es mehr grün und es blüht immer mehr. Der Frühling kommt ganz langsam nach oben. Auf dem Feldberg liegt jedoch noch Schnee. Am Ende meiner Tour schaute ich ungläubig auf den Tachostand, 300 km waren es heute! Eigentlich wollte ich gar nicht so viel fahren...

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