Samstag, 7. April 2012

Kleine Frühlingstour durchs Markgräfler Land

Bei Heitersheim
Heute nachmittag riss die graue Suppe draußen auf und in Windeseile wurden das Bike aus- und ich eingepackt und los ging`s Richtung Schliengen. Ich bin ein bisschen über die Badische Weinstraße zwischen Staufen und Müllheim gekurvt und dann weiter über meine Lieblingsstrecke nach Kandern und dann nach Schliengen. Unterwegs geht mir zur Zeit sprichwörtlich das Herz auf! Es ist so schön draußen, alles blüht und der Wald wird langsam grün. Schliengen ist ein kleiner, hübscher Ort im Markgräfler Land. Heute dachte ich mir, dass man in der Gegend prima alt werden könnte... Bad Bellingen ist in der Nähe und man kann die alten, schmerzenden Knochen ins warme Wasser der Therme tunken. In Bad Bellingen bin ich heute durch den völlig ausgestorbenen Ort geschlendert und habe danach etliche Fotos im Kurpark gemacht. Ich wurde oben im Ort schon komisch angeschaut, als ich vor den Blumenbeeten herumgerobbt bin, um Bilder zu machen.

Osterbrunnen in Bad Bellingen
Überall in den kleinen Orten sind die Brunnen österlich geschmückt.
Der Brauch der Osterbrunnen stammt aus der Fränkischen Schweiz und ist gar nicht so alt, wie man vermuten könnte. Mündlich überliefert ist ein Osterbrunnen im fränkischen Aufseß aus dem Jahr 1909. Die Gründe für das österliche Brunnenschmücken sind unklar. Hübsch ist es auf jeden Fall, auch wenn die ursprünglich echten Hühnereier wegen Vandalimus inzwischen meist durch Plastikeier ersetzt wurden.

Das Markgräfler Land entstand am 8. September 1444 durch den Zusammenschluss der Herrschaften Rötteln und Badenweiler, sowie der Landgrafschaft Sausenburg. Wenn man hier nach Süden fährt, fallen einem unterwegs die vielen Burgruinen auf. Burg Rötteln steht auch demnächst auf dem Plan, sie befindet sich in der Nähe von Lörrach und sah von weitem schon sehr imposant aus.

Das Land war früher im Besitz der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg, eine Nebenlinie des Hauses Baden.
Bei Sitzenkirch
1556 wurde das Markgräflerland reformiert, dadurch wurde es zu einer protestantischen Insel im katholischen Vorderösterreich. Es ist bekannt für seinen Wein, viele Weingüter und Winzergenossenschaften finden sich dort und ein Teil der Badischen Weinstraße verläuft ebenfalls
durch das Markgräfler Land.

Die Landschaft ist geprägt von lieblichen Hügeln, Streuobstwiesen, Laubwald und Weinbau. Das milde Klima hat unter anderem dazu beigetragen, dass es den Namen "Deutsche Toskana" trägt.

Es war der pure Genuss, durch diese blühende Landschaft zu fahren und sich in der derzeit etwas raren Sonne zu bewegen. Auf dem Rückweg war ich fast überwältigt vom Licht und den leuchtend-weißen Kirschblüten vor den düsteren Regenwolken, die sich langsam wieder in Richtung Freiburg bewegten. Es ist schon schade, dass diese Pracht so vergänglich ist, aber dafür schätzt man sie umso mehr.

I wandered lonely as a cloud 
   That floats on high o'er vales and hills,
When all at once I saw a crowd,
   A host, of golden daffodils;
Beside the lake, beneath the trees,
Fluttering and dancing in the breeze.

Continuous as the stars that shine
   And twinkle on the Milky Way,
They stretched in never-ending line
   Along the margin of a bay:
Ten thousand saw I at a glance,
Tossing their heads in sprightly dance.

The waves beside them danced, but they 
   Out-did the sparkling leaves in glee:
A Poet could not but be gay,
   In such a jocund company:
I gazed—and gazed—but little thought
What wealth the show to me had brought:

For oft, when on my couch I lie
   In vacant or in pensive mood,
They flash upon that inward eye
   Which is the bliss of solitude;
And then my heart with pleasure fills, 
And dances with the daffodils.

William Wordsworth - The Daffodils




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