Freitag, 16. März 2012

Mal wieder Gengenbach

Noch halte ich mich unten auf den  Straßen, aber bald... heute bin ich bei strahlendem Sonnenschein und herrlichen Temperaturen Richtung Gengenbach aufgebrochen.

Da ich vorne gerade einen neuen Reifen drauf habe, bin ich etwas zaghafter unterwegs gewesen als sonst. Zumindest stand auf der Kundendienstrechung "Die ersten 200 km gemäßigt fahren", da ich diverse Geschichten gelesen habe von Leuten, die sich mit ihren neuen Reifen erstmal abgelegt haben, weil die noch nicht den richtigen Grip auf der Straße haben, war ich doppelt vorsichtig.

Na, die ersten 200 km hat der neue Reifen jetzt fast drauf. Ich merke schon noch einen Unterschied zu der alten Pelle, die Kurven sind ein klein wenig mühsamer zu fahren, aber das wird sich schon noch geben. So ein neuer Reifen hat lauter lustige Gummistacheln, bin gespannt wie lange es dauert, bis die weg sind. Als ich das Motorrad letztes Jahr frisch gekauft hatte, waren noch an den Seiten der Reifen ein paar der Stacheln übrig... hinten wird dann irgendwann auch die neue Pelle fällig, aber noch ist genug Profil drauf.

Ja, jedenfalls bin ich heute wieder in Gengenbach gelandet, diesmal kurz nach der Mittagszeit. Ich habe mich in ein Eiscafé am Marktplatz gesetzt und mir einen dicken Eisbecher und Milchkaffee gegönnt. Die Sonne war ganz schön heiß, der erste leichte Sonnenbrand ist da. Ich bin so ein sehr heller Typ mit Sommersprossen und nach dem Winter gibt`s immer erstmal einen Sonnenbrand, weil ich garantiert an dem Tag, an dem ich länger in der Sonne sitze, keinen Sunblocker drauf habe. Was soll's.

Damit ich nicht genau die gleichen Fotos schieße, wie im Oktober, bin ich ein bisschen anders gelaufen und habe auf andere Details geachtet. Vor allem habe ich im Kräutergarten des Klosters ziemlich viele Bilder von Frühlingsboten gemacht.

Es blüht schon richtig viel und die Bäume stehen in den Startlöchern. In Freiburg selbst blühen bereits die Magnolien und die Osterglocken. Im Kinzigtal war es noch nicht ganz so weit.

Am Ende meiner heutigen Tour mussten sämtliche Shirts und die Strumpfhose in die Wäsche, ich war total verschwitzt, sogar die Haare waren klatschnass unter dem Helm. Das war das letzte Mal im Sommer der Fall. Wenn es durch Ortschaften ging, hatte ich das Visier offen, es war unglaublich warm heute! Die erste Insektenmatsche klebt schon am Bike und am Helm, muss ich morgen mal entfernen. Mein Heuschnupfen macht mir zum Glück beim fahren keine Probleme, die Nieserei geht immer erst zuhause los.

Nach einem ausgiebigen Bummel durch Gegenbach fuhr ich weiter Richtung Ohlsbach und dann nach Ortenberg. Ich bin hochgefahren zur Burg Ortenberg, die man schon von unten sieht. Ein riesiges, imposantes Gebäude. Leider kann man sie nicht besichtigen, sie befindet sich in Privatbesitz. Wer einen Jugendherbergsausweis besitzt, kann dort übernachten, denn es befindet sich eine Jugendherberge in der Schlossanlage. Von oben hat man herrliche Blicke ins Kinzigtal.

Früher, als ich noch große Fahrradtouren gefahren bin, habe ich mich immer gefragt, ob JugendherBERGE von Berg kommt, denn die Jugendherbergen liegen oft oben auf einem Berg. Nach einem Tag im Fahrradsattel war das nicht sehr willkommen...

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