Samstag, 10. März 2012

Ausflug nach Schloss Bürgeln

Heute habe ich mein gestriges Ziel nochmal ins Visier genommen und bin in Richtung Schloss Bürgeln gefahren. Die Strecke zwischen Badenweiler und Kandern ist eine beliebte Motorradstrecke, jedenfalls war heute viel los.

Ich bin da im Herbst ein paar Mal unterwegs gewesen, solange oben kein Schnee liegt, verteilen sich die Motorradfahrer mehr.

Die Strecke ist wunderbar, man hat sehr schöne Blicke in Richtung Markgräfler Land und wenn man mag, kann man sehr zügig fahren. Heute ging es durch den noch kahlen Wald bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Es ist allerdings immer noch recht frisch, da die Luft sehr feucht ist. Die kleine Straße, die dann hoch zum Schloss Bürgeln abzweigt, windet sich noch ein Stück den Berg hoch. Man fährt durch wunderschönen Mischwald und an kleineren felsigen Ausläufern vorbei. Das letzte Stück hoch muss man natürlich laufen, aber das schafft jeder, auch in dicker Montur.

Blick Richtung Rheinebene
Ich war noch nie auf Schloss Bürgeln, hatte im letzten Jahr immer nur das Schild gesehen und mir gedacht "im Frühjahr schaust Du das mal an." Gut, die Führung habe ich heute nicht mitgemacht, aber das kann man immer noch nachholen. Ich wollte heute einfach nur gemütlich wo einkehren und die Sonne genießen. Die Restaurantterrasse lag in der prallen Sonne und es war, obwohl ein ziemlich scharfer Wind pfiff, dort angenehm, da man windgeschützt sitzen konnte.

Irgendwie verbindet sich für mich gerade alles zu der besonderen Lebensqualität, die dieses Fleckchen Erde ausmacht. Es ist schon frühlingshaft, man kann gut essen, die Landschaft ist lieblich (das Markgräfler Land wird oft auch die "Deutsche Toskana" genannt) und man kann prima Motorrad fahren.

Der Bürgelner Propst Aloys Mader und der Fürstabt von St. Blasien Meinrad Troger beauftragten im Jahr 1762 den Baumeister Franz Anton Bagnato mit dem Neubau der Propstei Bürgeln. Die Ursprünge gehen bis ins 12. Jahrhundert zurück.

Die ersten urkundlichen Erwähnungen dürften sich auf die Reste einer römischen Landvilla beziehen. Die Steine benutzte Ritter Werner von Kaltenbach, um dort eine Johanneskapelle zu errichten, die er später dem Kloster St. Blasien schenkte.

Blick zum Blauen
Heute wird Schloss Bürgeln von einem Verein instand gehalten. Unten am Parkplatz erwähnte ein Schild, dass der jährliche Unterhaltsaufwand sich auf ca. 150.000 € beläuft. Viele Arbeiten im und um das Schloss werden von Ehrenamtlichen verrichtet.

Ich denke, ich werde später im Jahr noch einmal vorbeischauen, schon allein, um mir den Garten anzusehen und die blühenden Obstbäume. So lange wird das nicht mehr dauern...




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