Samstag, 17. März 2012

Ausflug nach Oberrimsingen und Burg Landeck

Blick von Burg Landeck
Nachdem es heute morgen nach einem sonnigen, warmen Tag aussah, habe ich ziemlich getrödelt, bis ich mit allem fertig war und losfahren konnte.
In der Zwischenzeit hatte der Südwestwind den Himmel mit grauen Wolken vollgeblasen und es sah gar nicht mehr so toll aus, eher nach Regen.

Blick von Bad Silberbrunnen
Ich bin trotzdem los, habe mich an der Tankstelle über die Spritpreise geärgert und bin dann über Tiengen nach Oberrimsingen gefahren. Morgen noch findet im Schloss Rimsingen ein Kunsthandwerksmarkt unter dem Motto "Frühlingszauber" statt.

Zugegebenermaßen wäre ich so nicht zu dem Markt gefahren, aber eine Freundin hatte dort einen Stand und ich wollte sie überraschen. Ich bin ja selbst Kunsthandwerkerin im weiteren Sinne, die Märkte hier in der Gegend finde ich jedoch eher langweilig. Kennt man einen, kennt man irgendwie alle. Das Drumrum ist unterschiedlich, manche sind schön gelegen, finden in idyllischen Orten statt, aber... naja...
Ich habe ein Bärlauchöl und einen Holunderessig als Mitbringsel für meine Freunde in Münster gekauft. Da fällt mir ein, der Bärlauch könnte auch schon so weit sein, das muss ich demnächst mal nachschauen.

Von Oberrimsingen aus habe ich mich treiben lassen. Für eine größere Tour war es schon ein wenig spät und es sah immer noch nach Regen aus. Ich bin dann über die Schelinger Höhe und den Vogelsangpass runter nach Bahlingen gefahren.

Vorher habe ich noch kurz im Gasthaus Bad Silberbrunnen gestoppt. Von außen glaubt man nicht, dass da Gastbetrieb ist, das Gebäude ist total baufällig, nebendran werden gerade die Räumlichkeiten der "Alten Reblaus" hergerichtet, da befand sich früher eine Dorfdisko.
Burg Landeck bei Köndringen
Früher befand sich in den Räumlichkeiten ein gut gehender Restaurantbetrieb und in der Nähe das Mineralbad Silberbrunnen.
24 Personen haben das baufällige Gebäude vor ca. 10 Jahren ersteigert, man arbeitet daran, alles wieder herzurichten und aus dem Haus wieder einen Hotelbetrieb zu machen.

Was ich heute so von außen gesehen habe, ist man davon noch weit entfernt, ich habe wirklich zweimal hingeschaut, ob die Gastätte wirklich offen ist... Man kann dort aber prima draußen in der Sonne sitzen, etwas trinken, und ab nächster Woche wird wieder die ganze Woche über geöffnet sein und es gibt wieder mehr Dinge auf der Speisekarte, als Speckvesper und Bauernwürste.

Es waren unglaublich viele Motorradfahrer unterwegs! Als ich letztes Jahr rumgefahren bin, sind  mir nur Ende September und am ersten Oktoberwochenende so viele andere Biker begegnet. Nun gut, für morgen ist schlechtes Wetter angesagt und inzwischen ist es tagsüber so warm, dass auch der Verfrorenste sich aufs Bike wagt. Heute fand ich es übrigens deutlich angenehmer, als gestern. Ich habe die Strumpfhose, das Winterfutter und die dicke Steppweste aber auch gleich weggelassen.

Unterwegs kam ich unter anderem durch Ihringen. Für diejenigen, die die Gegend hier nicht kennen: Ihringen ist der wärmste Ort Deutschlands. Heute wurde ich nicht enttäuscht, die Pfirsichbäume fangen an zu blühen! Es ist wirklich ein Genuss, durch die Landschaft zu fahren und zu sehen, wie die Natur erwacht. Ich alte Trödelliese fahre auf solchen Strecken dann doch recht langsam, oft halte ich Ausschau nach einem Platz zum anhalten und versuche gleichzeitig meinem Hintermann nicht auf den Geist zu gehen.

Hausgemachter Schmandkuchen
Vom Kaiserstuhl aus kurvte ich weiter Richtung Burg Landeck, wo ich dann im "Café und Winzerstube Burg Landeck" eine Kaffeepause machte und mit einem phantastischen Blick zum Schwarzwald und Kaiserstuhl in der Sonne einen hervorragenden Schmandkuchen mit einem ebenso hervorragenden Milchkaffee genießen konnte. Ich bin danach noch ein bisschen in der Burg rumgelaufen. Einige Bereiche sind gerade wegen Renovierungsarbeiten abgesperrt.

Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert, gehörte den Brüdern Heinrich und Walther von Geroldseck. Im Jahr 1525 wird sie von aufständischen Bauern zerstört und geht im Jahr 1538 in den Besitz von Markgraf Ernst von Baden über, der die Überreste der Burg zusammen mit dem Dorf Köndrigen kauft.

Blick von der Terrasse
Nach meinem Besuch in Landeck kurvte ich weiter Richtung Freiamt und dann im Bogen über Kenzingen zurück nach Freiburg. Ein bisschen eingerostet bin ich noch, die Kondition für die Gashand muss ich wieder aufbauen und nach 4 Stunden lässt die Konzentration dann zu wünschen übrig. Aber genau deshalb lasse ich es jetzt noch langsam angehen. Übernächsten Freitag ist mein erstes Fahrtraining, da freue ich mich schon drauf.

Kommentare:

  1. Ca. 300 km entfernt von Freiburg gipps Schloss Landeck in Tirol, wie wär's?

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