Sonntag, 23. Oktober 2011

So langsam, aber sicher geht die Saison zuende

Eingewickelt in eine Decke, mit meiner "Ferkellampe" in Reichweite* und zwei ordentlichen Tellern Karotten-Kürbissuppe intus, kann ich jetzt mal schreiben, was ich seit dem letzten Post getrieben habe.

Ich war in erster Linie auf altbekannten Pfaden unterwegs, also B500 und Co. Letzten Montag haben meine Künstlerseele und meine Bikerseele wieder sehr heftig miteinander bekämpft. Da jetzt allmählich das Weihnachtsgeschäft beginnt, kann ich leider nicht mehr so viel Zeit vertrödeln und muss ziemlich viel vorbereiten.

Aber immerhin für eine kleine Tour im strahlenden Sonnenschein und einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen hat`s gereicht.

Inzwischen habe ich mir ein Paar dünne Unterziehhandschuhe aus Seide besorgt und die Anschaffung nicht bereut, denn auf den letzten Touren gestern und heute war es an den Händen dann doch frisch.

Man merkt jetzt ganz deutlich den Temperaturunterschied beim fahren in der Sonne und im Schatten, vor allem, wenn dazu noch höhere Luftfeuchtigkeit kommt.

Gerade hier in der Freiburger Gegend gibt es im Herbst und Winter nicht ganz selten Nebel, also genau genommen haben wir dann eine Inversionswetterlage. Das heißt, dass hier unten zäher Nebel bei ekelhaften Temperaturen klebt, während es oben sonnig und warm ist.

Im Hochwinter ist an solchen Tagen oben oft Alpensicht, vom Schauinsland aus kann man an besonders klaren Tagen manchmal sogar den Mont Blanc sehen.

Freitag war so ein Tag, aber da hatte ich leider auch keine Zeit fürs fahren. Gestern löste sich der Nebel gegen Mittag auf und ich bin in Richtung Zell im Wiesental gestartet, um dort in einem netten Oma-Café einzukehren.

Gestern und heute habe ich mich tendenziell an die größeren Straßen gehalten, da inzwischen doch ganz schön viel Laub unten liegt und an einigen Stellen in Waldgebiete noch Feuchtigkeit dazukommt. Insgesamt war es aber überall trocken.

Ich bin nochmal die malerische Strecke Richtung Kandern gefahren, diesmal habe ich aber den Einstieg in Schliengen genommen.

In Zell im Wiesental wurde ich leider enttäuscht, denn mein Café hatte geschlossen. Da mir doch etwas frisch war, habe ich mich nach einer Alternative umgeschaut und bin in ein Hotel gestolpert.

Hui, das war ja was! Das "Hotel zum Löwen" schaut von außen nach gar nichts aus, innen dagegen... ganz schön nobel! Es hat mich von der Stimmung und Ausstattung ein bisschen an "Schwarzwaldklinik" und irgendwelche Heimatschinken erinnert. Aber Kuchen gab`s trotzdem keinen ;-) Immerhin konnte ich mich dort etwas aufwärmen und nach einem warmen Getränk hatte ich beschlossen, doch den Heimweg anzutreten und nicht noch weiter Richtung Schluchsee zu fahren.

Heute bin ich zeitiger gestartet, da es gleich morgens sonnig war, aber wirklich kalt! Heute ging es über St. Peter und St. Märgen wieder mal in Richtung Titisee. Unterwegs kam ich an Schnee vorbei, vor allem in den schattigen Ecken lag nicht ganz wenig. Die feuchten Stellen durch den Wald bin ich teilweise recht vorsichtig gefahren, da nicht ganz klar war, ob das nur feucht, oder schon glatt ist. Das muss ich dann nicht ausprobieren.

In Titisee konnte man bei strahlendem Sonnenschein noch prima draußen sitzen und sein Essen oder Kaffee genießen, sogar ohne Jacke. Aber gut, ich habe ja unter der Jacke noch eine Menge Klamotten an.

Von Titisee aus ging es weiter Richtung Schluchsee und dann über Todtmoos ins Wiesental. Der Schluchsee lag wunderschön in der Sonne, man konnte am Gashahn drehen und sich an der Welt erfreuen.

Kühl und etwas unangenehmer wurde es dann in Richtung Freiburg. Man konnte sehr gut sehen, ab wo die feuchtere Luft begann und spüren konnte man es auch, ab Norsingen wurde es frisch.

Ich bin noch einen Abstecher über die Badische Weinstraße in Richtung Staufen gefahren, da war eine ganze Menge los, leider einige "Mir-gehört-die-Straße"-Autofahrer, die auf der engen Straße übelst die Kurven geschnitten haben.

Und kurz vor Freiburg hatte ich eine entsetzliche Trödlerin vor mir, die 40 fuhr, wo 50 erlaubt war und 50, wo man 80 fahren durfte... zum Glück habe ich sie rasch hinter mir lassen können, sonst wäre ich wohl immer noch nicht zuhause...

Hier steht schon ein Bataillon von Reinigungs- und Pflegemitteln bereit und ich überlege gerade noch, ob ich die 12.000er-Inspektion vorziehen sollte, es sind jetzt knapp 11.000 km auf dem Tacho und vielleicht krieg ich die noch voll.

Ich bin froh und dankbar, dass meine erste Saison so lange geht und das Wetter so gut mitspielt, hoffentlich kommt das Frühjahr dann bald ist ist gnödig mit dem Wetter.

Nur noch eine Woche und einen Tag... *seufz*

*die "Ferkellampe" ist meine Infrarotheizung, die ich in erster Linie für meine nicht beheizbare Küche gekauft hatte, inzwischen aber auch so gerne anstelle der blöden Nachtspeicher benutze.

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