Freitag, 31. März 2017

Monatsimpressionen März

hui, der März ist schon wieder vorbei... Habt ihr auch das Gefühl, dass das Jahr ab Februar immer
mehr Fahrt aufnimmt und die Zeit nur so dahinrast?

Mein März war voller großer und kleiner Glücksmomente, Touren allein und zu zweit, Stammtisch, Geburtstage... Frühlingsritual Nr. 1 - Kaffee und Kuchen im Café Huber in Engen - ist bereits absolviert, allerdings werde ich es mit dem netten Mann aus dem Kinzigtal wiederholen.

Ich war auch an der Aachquelle in Stockach und habe an dem sonnigen Sonntag nochmal den leckeren Kuchen genossen. Conchita hat ihr schwer verdientes frisches Öl erhalten, wartet aber immer noch auf kleinere Wartungsarbeiten und eine gründliche Wäsche. Weil ich ihr beim Ölwechsel unters Röckchen geschaut habe, habe ich entdeckt, dass ich der einen oder anderen Roststelle jetzt mal zuleibe rücken muss. Ganz davon abgesehen, dass sie einfach immer noch saudreckig ist...

Im März gab es drei besondere Höhepunkte für mich.

frisch gestochen und noch rot...
Höhepunkt Nr. 1: Ich habe mir ein neues Tattoo stechen lassen. Die Idee trug ich schon eine Weile mit mir herum, es sollte was mit Reisen zu tun haben und mit Motorradfahren.

Letztes Jahr unterwegs in Norwegen, kam ich auf die Idee, mir einen Kompass stechen zu lassen. Weil das allein jedoch "langweilig" ist, habe ich mir überlegt, den Kompass in einen Motorradreifen zu packen. Um genau zu sein: In den Hinterreifen von Conchita, der seit ich sie habe, immer mit einem Heidenau Scout K60 beschuht ist. Im Dezember war ich bei Rattattoo und habe mir dort einen Termin geben lassen, ein Design entworfen und hingeschickt. Gestochen hat mit das Tattoo Pau aus Spanien und ich muss sagen, ich bin absolut begeistert, hin und weg und freue mich jeden Morgen, wenn ich es im Spiegel sehe.

Höhepunkt Nr. 2 war das "Huse jazzt" Jazzfestival in Hausach im Kinzigtal. Roland hatte mich vor einiger Zeit gefragt, ob ich nicht Lust hätte, den Bardienst zu übernehmen.

Weil ich gerne im Getümmel bin und Feiern mag und Bar toll finde, habe ich zugesagt.
Eigentlich habe ich "nur" unterstützt, denn Evi hat die Bar ziemlich gerockt, aber sie hat auch sehr
Die Ruhe vor dem Sturm...
viel mehr Erfahrung als ich. Ich habe nur die Caipis und Tequila Sunrises gemixt. Fragt mich nicht, wieviele Caipis das waren. Am Anfang war's noch sehr ruhig, aber im Lauf des Abends hatte ich dauerhaft alle Hände voll zu tun und konnte nur sehr begrenzt zusammen mit Roland das Tanzbein hinter der Theke schwingen.

Hier seht ihr einen Filmbeitrag zu dem Abend und am Ende mich in Aktion.

Die Band, die im Guck rein gespielt hat, hieß "Jitterbug Bites" und hat den Laden mächtig in Schwung gebracht. Bis nachts um 1/2 2 haben sie gespielt und wir waren erst um 1/2 5 im Bett. Am Sonntag war es schon ein Kampf, Conchita um die Kurven zu bringen. Als Ausklang dieses wunderschönen Wochenendes haben wir dann in Landeck noch Kaffee getrunken.

Vielen Dank, lieber Roland, das war ein richtig tolles Event und ich habe den Abend extrem
genossen, auch wenn ich danach "Hintern" hatte und meine Füße sich wie Brei angefühlt haben.

Höhepunkt Nr. 3 war der überraschende Besuch meines besten Freundes aus Studienzeiten, der inzwischen schon seit 9 Jahren in Bern lebt. Wir waren bei perfektem Frühlingswetter spazieren und sind danach in der Griestal-Strauße eingekehrt, haben leckeres Essen genossen und uns über die letzten Monate ausgetauscht.

Nun bin ich mal gespannt, was der April für mich bereithält.

Mehr Monatsimpressionen gibt es - wie immer - bei den Fredissimas.

Sonntag, 19. März 2017

Ballast abwerfen

Letzes Jahr im Februar wurde ich 50. Mein Körper muss sich irgendwann danach gedacht haben, dass er jetzt gerne middle age spread ansetzen möchte. Als ich im Juni meinen Bikini hervorzog, dachte ich "oh je, DIE Zeiten sind auch vorbei..."

Ne, keine Sorge, ich schreibe jetzt keinen Diätblog. Mir geht es um was ganz anderes.

Man kann sich dann sagen "ok, ich kauf mir halt die Hosen größer, einen Shapingbadeanzug und dann hab ich eben die Wechseljahresringe, so what!" Man kann aber auch schauen, wo es herkommt, sich selbst den Gefallen tun und achtsamer mit sich umgehen und gegen den inneren Schweinehund kämpfen.

Ich lebe jetzt seit über 7 Jahren allein und leider hat sich meine Ernährung nicht gerade vorteilhaft entwickelt. Kochen tu ich zwar gerne, aber regelmäßig unter der Woche...? Mit knurrendem Magen nach dem Studio...? Spätabends nach Kursen...? Nö. Also schnell ein Brot geschmiert. Ist ja selbst gebacken und ich weiß, was drin ist! Als ich aus Norwegen zurückkam, war es schweineheiß. An meinem letzten Urlaubstag war ich mit Roland bei 42 Grad im Schatten im Schwarzwald unterwegs ... da hatte ich wenig Lust, den Ofen anzuwerfen und Brot zu backen. So ging es los mit der Veränderung, ich habe einfach kein Brot mehr gebacken und geschaut, ob ich es vermisse.

Low carb essen einige Leute aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis, mit ziemlich überzeugenden Ergebnissen. Und dann lief mir "30 day shred" von Jillian Michaels über den Weg. Angeblich sollte man da in kürzester Zeit (Tage, nicht Wochen oder Monate) sensationelle Ergebnisse sehen.

Weil ich bei sowas immer skeptisch bin, wollte ich es selbst ausprobieren. Also stand bzw. hüpfte ich eines abends vor dem Laptop herum und quälte mich durch den ersten Level Shred. puh... nach drei Tagen stellte ich fest, dass man doch besser Turnschuhe dazu trägt und nicht barfuß herumspringt. Zwei Wochen nach meinem Urlaub kam unsere Putzfrau im Büro aus dem Urlaub und meinte "gut siehst Du aus, wie Mädchen! Schlank!"

Ich will nicht lügen, die erste Woche low carb war furchtbar! Ich hatte dauernd Hunger, weil mein Körper die Kohlehydrate vermisst hat. Statt Frühstücksbrot gab es jetzt Rührei, Chiapudding mit Obst und ins Büro Magerquark mit Himbeeren und Haferflocken mit Obst, abends Salat oder Suppe, manchmal auch gar nichts. Den Unterschied in punkto Fitness habe ich rasch gemerkt, mein Arbeitsweg geht leicht bergauf, bald habe ich davon nichts mehr gespürt. Auch im Studio fielen mir die Übungen immer leichter, ich konnte die Gewichte raufsetzen. Der lästige Schwimmreifen wurde zusehends kleiner, die Figur straffer, die Laune besser. Bald hielt ich die Übungen in allen drei Leveln problemlos durch.

Inzwischen bin ich fertig mit dem zweiten Durchlauf von "Shred" und an guten Tagen denke am Ende von Level 3 "wie, schon rum?" An schlechteren Tagen bringen mich "travelling pushups" und "Mountainclimber" im Wechsel immer noch an die Grenzen... Ganz nebenbei haben sich die Sprungübungen positiv auf mein linkes Bein ausgewirkt, das ja immer noch nicht bei 100% Kraft angekommen ist. Über Gewichts- und Umfangsverlust kann ich nichts schreiben, da ich keine Waage besitze und nur am Anfang gemessen habe. Circa zwei Hosengrößen kleiner sollte aber überzeugend genug sein, finde ich. Und nein - ich sehe nicht wie ein Magermodel aus und ich esse auch nicht streng low carb. Brötchen, Kuchen etc. habe ich auf das Wochenende beschränkt und werde das auch während der Saison bei allen Verlockungen möglichst durchziehen. Lustigerweise habe ich sowieso immer weniger Bedürfnis danach.

Über Jillian Michaels kann man sich streiten. Ich muss jedoch oft lachen, wenn sie im Brustton der Überzeugung sagt, dass Shred nicht nur körperlich stark macht, sondern auch "fürs Leben". Ich sehe es als eine Form an, auf andere Art nett zu mir zu sein. Es ist nun mal so, dass unsere Körper mit den Jahren "wartungsintensiver" werden und mehr Aufmerksamkeit brauchen. Vielleicht ist dies auch ein schöner Moment, innezuhalten und zu schauen, wo es jetzt langgehen kann, nicht nur figur- und ernährungsmäßig, sondern auch so.

Ballast abwerfen tut immer gut.
Mir jedenfalls.



Montag, 6. März 2017

Herz am Montag - neue Wege

Da hab ich doch tatsächlich erst beim x-ten Blick auf meine Fotos vom Samstag festgestellt, dass hier
auf dem Teller ein Herz versteckt ist!

Gegessen habe ich das hervorragende Kartoffelrösti im Landgasthof Maien zusammen mit dem netten Mann aus dem Kinzigtal.

Wir haben am Samstag unsere dritte gemeinsame Runde gedreht und ich bin eine kleine Straße reingefahren, die mich schon länger immer wieder angelacht hat.

Wir wurden wirklich reichlich belohnt! Zum Einen ist die Strecke von Schlächtenhaus aus wunderbar zu fahren, kleine Straße, viele Kurven, tolle Ausblicke, zum Anderen kam dann auch endlich die Sonne raus. Davor sind wir dem blauen Himmel zwar entgegen gefahren, aber er wollte und wollte nicht näher kommen. Na, und der Gasthof ist echt klasse! Ein urgemütlicher Kachelofen, die alten Möbel wurden beibehalten, aber ansprechend aufgearbeitet, das Essen ist reichlich, liebevoll zubereitet und serviert. Roland hat man beim essen fast nicht gesehen, weil sein Pulli praktisch die gleiche Farbe wie der Tisch hatte...

Noch sind die Stunden für unsere Ausfahrten gezählt und eine längere Pause dient nicht nur zum essen, sondern auch zum aufwärmen, aber immerhin kann man überhaupt schon etwas fahren, das sich halbwegs Tour nennen kann. Davor habe ich 1,5 Stunden Conchitas Felgen und Speichen bearbeitet und den gröbsten Dreck runtergewischt. Eine gründliche Tiefenreinigung auf dem Waschplatz steht trotzdem auf dem Programm neben ein paar Schraubaktionen, Ölwechsel und Co. Conchita wird jetzt 21 und braucht ein paar echte Streicheleinheiten, Mesoroller und Hyaluronsäure für Mopeds im reifen Alter sozusagen.

Mehr Herzen am Montag gibt es wie immer bei den Fredissimas.