Dienstag, 28. Februar 2017

Monatsimpressionen Februar

Keinegeschenke-Geschenke
Der Februar ist "mein" Monat, ich habe gleich zu Beginn Geburtstag. Dieses Jahr wurde allerdings
nur im "kleinen" Kreis gefeiert. Nichtsdestotrotz habe ich zwei Tage vorbereitet, gekocht, gebacken, eingekauft.

Ich liebe das, nach Herzenslust Rezepte ausprobieren, planen, organisieren... auch dieses Mal ist es wieder eine schöne Feier geworden, wir haben mit Kaffee und (größtenteils glutenfreiem) Kuchen und Muffins angefangen und die letzten Gäste gingen gegen Mitternacht nach Hause. Meine Gäste haben sich leider nicht an meine Vorgabe "keine Geschenke" gehalten, aber es sind immerhin keine "Stehrumsel" dabei. Die nächsten zwei Jahre brauch ich kein Duschgel mehr kaufen...

Im Februar ist auch Valentin, eigentlich bin ich niemand, der zu solchen "aufgesetzten" Anlässen Geschenke macht, aber... manchmal muss man Ausnahmen machen... außerdem war es eine Gelegenheit, mich an Piñata-Keksen zu versuchen.

Es hat ganz ok geklappt, das Ergebnis war aber weit von Perfektion entfernt, vielleicht probiere ich mal eine Version mit Pfefferkuchenteig und ausschneiden/ausstechen oder Hefeteig.

Ich stelle immer wieder fest, dass backen mich extrem glücklich macht und ich verbringe vor jeder Feier oder jedem Anlass sehr viel Zeit damit, ausgefallene Rezepte zu suchen, manchmal denke ich mir auch selbst etwas aus. Außerdem habe ich wieder etwas mit zeichnen angefangen und festgestellt, dass ich es nicht verlernt habe, auch wenn die Hand nicht ganz so geschmeidig ist.

Ein paar Motorradhighlights hatte der Februar ebenfalls zu bieten.

Roland und ich haben zufällig ein Plakat entdeckt, das uns zu einer schönen Veranstaltung geführt hat. Eine junge Frau ist 5 Monate mit dem Motorrad durch den Balkan nach Istanbul gefahren, ganz allein. Es gab Fotos zu sehen und später für einen guten Zweck zu ersteigern, Videos wurden gezeigt, Auszüge aus dem Reisetagebuch vorgelesen und es gab ziemlich gute Livemusik.

Mit Landschaftsfotos ist es ja so eine Sache... die gibt es sprichwörtlich wie Sand am Meer. Wenn man reist, verbindet man mit bestimmten Fotos natürlich auch den Tag und/oder ein Erlebnis, während es für jemand anderes eben "nur" ein Foto ist. Mal ganz davon ab, dass sie bei mir vom Stil nicht gepasst hätten und ich auch gar keinen Platz für so große Bilder habe. Roland hat am Ende noch ein Bild ersteigert und ich habe noch etwas draufgelegt. Die Location - der Peterhofkeller in der Nähe der Uni - war ebenfalls sehr stimmungsvoll und wir verbrachten einen sehr schönen Abend.

o'biked is!
Für mich war die Veranstaltung der endgültige Kick, einen Vortrag zu verfassen, den ich - sofern er angenommen wird - bei Horizons Unlimited halten werde. Einige meiner Stammtischjungs sind sowieso der Meinung, dass ich mit meinen Reiseberichten mehr an die Öffentlichkeit sollte, also mehr als "Nein" kann's nicht werden. Das Ding ist schon im Kasten, nur muss ich es noch überarbeiten und passende Bilder dazu raussuchen.

Tja und dann gab es Motorradwetter! Am 16. habe ich "angebiked", man hätte auch schon in den Tagen um meinen Geburtstag herum fahren können, aber da hatte ich Küchendienst.

Stilleben mit Helmen
Vor jedem "ersten Mal" ist man ja immer aufgeregt, so auch ich vor der ersten Tour. Schon am Samstag habe ich nachgesehen, ob Conchita noch anspringen will (beim zweiten Versuch war sie da), den Vorderreifen aufgepumpt und den Staub abgewischt. Diesmal gab es ja keine Gelegenheit, im Winter herumzufahren, wenn man sich das Moped nicht total einsauen wollte. Die ersten paar Kilometer waren dann auch etwas steif, bis Mensch und Maschine wieder eine Einheit wurden. 130 km waren es und am Samstag und Sonntag saß ich auch wieder auf dem Moped.

Am Sonntag gab es die erste gemeinsame Runde mit Roland, Das Heiner, Conchita und mir. Es war zwar mit 4-10 Grad frisch, aber das hat uns nicht geschreckt. Von Gutach ging es über das Prechtal nach Biederbach und dann über Freiamt nach Landeck. Dort konnten wir sogar draußen in der Sonne sitzen und ließen es uns bei Kaffee und Kuchen gut gehen. Von der Burgruine sah die Landschaft wie gemalt aus und wir ließen uns von der vorfrühlingshaften Stimmung verzaubern.

Rheinfähre bei Kappel-Grafenhausen
Am Faschingssonntag gab es dann auch noch mal einige Sonnenstrahlen. Nach einem windigen, grauen Start in Freiburg, sind wir von Gutach das nördliche Kinzigtal hochgefahren und es wurde immer blauer. Allerdings hat uns die Sonne dann erst in Ettenheim erreicht, wo wir uns in dem hervorragenden und gemütlichen Café Ettiko gestärkt und aufgewärmt haben. Nachdem die Sonne es nun gut meinte, sind wir noch an den Rhein gefahren und haben den Möwen, Schwänen und der Rheinfähre zugesehen.

Faschingsdeko in Ettenheim
Die Sonne tut nach dem ganzen Grau der letzten Monate unglaublich gut und die Motorräder schnurren von Mal zu Mal zufriedener.

Wobei mir am Sonntag aufgefallen ist, wie dreckig Conchita ist. Rolands Heiner ist frisch geputzt, inklusive Speichen, während an Conchita noch die Fliegen vom letzten Jahr kleben. Vielleicht mal Zeit für eine Tiefenreinigung... Alles in allem habe wir es beide genossen, endlich wieder durch die Kurven fliegen zu können und so langsam hält der Frühling überall Einzug.

Unterwegs im Markgräfler Land
Der Rosenmontag hatte dann noch besseres Wetter parat und ich konnte in der Wiese neben einem meiner Lieblingsstopps im T-Shirt in der Sonne liegen. Conchita bekommt im neuen Monat ein paar Streicheleinheiten, habe ich ihr versprochen. Allerdings muss es erst etwas wärmer werden, denn der Ölwechsel auf dem eiskalten Garagenboden macht nicht so wirklich Spaß und zum putzen von Madame sollte es dann auch warm und sonnig sein. Ich hoffe mal auf das Beste. Im Februar eine Handvoll Touren, die sich wirklich so nennen lassen fahren zu können, war jedenfalls ein Luxus erster Klasse.

Mehr Monatsimpressionen gibt es wie immer bei den Fredissimas.

Freitag, 10. Februar 2017

Minimalismus reloaded

Seit ich in meine kleinere Wohnung gezogen bin, habe ich immer wieder ausgemistet. Ich bin jetzt nicht der "jede-Woche-Soundsoviele-Teile"-Ausmister, sondern ich mache das eher anfallsweise.

In den letzten knapp zwei Jahren nach meinem Umzug haben sich meine Billy-Regale im
Ziemliche viele Stoffquadrate...
Wohnzimmer ordentlich geleert. Vor allem das Stoffregal ist wirklich übersichtlich geworden. Kürzlich konnte ich Frau zuse noch mit meinem restlichen Vorrat Canvasstoffe glücklich machen. Der Stoffshop lief irgendwie gar nicht mehr, aber die Stoffe werden vom rumliegen auch nicht schöner. Meine geschnittenen Stoffe habe ich auch reduzieren können. Ein Teil der schwarz-weiß-gemusterten steckt jetzt in einem Quilt, der auf meinem Bett liegt. Ich hatte immer wieder über eine Tagesdecke nachgedacht, aber nichts gefunden, das mir gefiel, bis ich dann auf die (offensichtliche) Idee kam, etwas selbst zu nähen.


Es ist leider so, dass der Großteil meines Stauraums in Schlaf- und Wohnzimmer nicht mit meinen Kleidungsstücken, Büchern etc. belegt ist, sondern mit dem Lager meiner Shops. Und da ich dort nicht mehr viel Energie reinstecke, liegt es und liegt und liegt... Es lohnt sich einfach nicht für mich, da ich im Verhältnis viel zuviel Steuern nachzahlen muss, wenn ich über einen dreistelligen Gewinn komme. Von daher kann ich das Zeug auch spenden oder verschenken. Oder zum Supersonderpreis auf etsy rauswerfen.

Was die anderen Bereiche in meiner Wohnung betrifft, habe ich alles inzwischen sehr übersichtlich bekommen. Meine Kleidung organisiere ich seit einiger Zeit um, Merino statt Sweatshirts (ok, ein paar Ausnahmen gibt es) und die nächsten Jeans möchte ich bei "manomama" kaufen. Auf die Idee hat mich Roland gebracht, der dort im Sommer eingekauft hat. Die Jeans sehen super aus und sind nicht aus diesem Labberstoff, der nach einem Jahr Löcher bekommt, sondern so "wie früher", nämlich richtig fest und dick. Die Produktion der Hosen erfolgt in Deutschland.
Zwischenstopp


Ein paar Koch- und Backbücher habe ich noch aussortiert, da ich mir meine Rezepte und Anregungen inzwischen hauptsächlich über das Internet hole. Es gibt ein paar Kochbücher, die ich behalten werde, auch wenn ich da draus nur eine Handvoll Rezepte zubereite, aber von denen mag ich mich nicht trennen.

Mein Freundeskreis hat sich inzwischen an meine "keine-Geschenke"-Politik gewöhnt, aber ab und zu gibt es immer noch schräge Blicke, wenn ich mich dem Konsum verweigere.

Impulskäufe gibt es so gut wie gar nicht mehr und mit jedem Teil, das meine Wohnung verlässt, wird
Fertig!
mir leichter ums Herz. Ich könnte mich räumlich weiter reduzieren, aber ich habe gemerkt, dass ich das nicht möchte, da ich gerne auch mal größere Gruppen Freunde einlade und in einer Einzimmerwohnung wäre ich dann doch arg eingeschränkt. Außerdem ist so ein zweites Zimmer, bei dem man eine Tür zumachen kann, ganz schön und eine richtige Küche mag ich auch haben, nicht nur zwei Platten und eine Spüle.

Als Inspiration für weitere Aufräum- und Ausmistaktionen hatte ich mich bei der "January Cure" von apartmenttherapy angemeldet. Ab und zu gibt's da ganz interessante Anregungen für mich.

Je weniger ich habe, umso klarer wird mir, was ich behalten möchte, was mir wirklich wichtig ist.

Das finde ich eine prima Sache und damit mache ich weiter.