Montag, 19. Dezember 2016

Keinbaum Keingeschenk Keinachten

Dieses Jahr habe ich es tatsächlich geschafft, ich bekomme und mache kein einziges
Weihnachtsgeschenk. Und soll ich Euch was sagen? Es ist TOTAL ENTSPANNEND!

Wenn ich mittags von der Arbeit durch die Stadt muss, oder wir - wie letzten Samstag - kurz vor Ladenschluss in die Stadt fahren, um ins Kino zu gehen, dann kann ich nur den Kopf schütteln über die kopflosen Menschenmassen mit ihren leeren Augen und grauen Gesichtern. Wir haben wenig fröhliche Menschen gesehen, aber viele müde, gehetzte, bepackte.

Angesichts der vielen total überflüssigen Dinge, die produziert werden (wer bitte braucht Bananenhalter am Fahrrad???), angesichts von überfüllten Kleiderschränken (nicht meiner) und vollgestopften Wohnungen... wer zum Teufel braucht diesen ganzen Krempel? Und warum verschwendet man seine Zeit damit, ihn überhaupt anzuschaffen? Es wird mir immer unverständlicher.

Für mich ist diese Vorweihnachtszeit extrem entspannt.

Ich habe massig Plätzchen gebacken, einmal mit charmanter Assistenz und tiefen Gesprächen bei Novemberregen draußen und Gemütlichkeit drinnen. Ich liebe es, wenn meine Wohnung gut riecht und sich die Keksdosen füllen, wenn man gemeinsam die Hände im Plätzchenteig versenkt und im zusammen Kekse aussticht, Teig aus Schüsseln leckt und "Back-TV" schaut.

Am zweiten Adventssamstag haben ich in großer Runde mit Freunden zusammen gesessen, wir haben Plätzchen bis zum platzen (hehe) gefuttert, schwedischen Weihnachtspunsch geschlürft und bei Kerzenschein geredet, gelacht und gefeiert. Jeder meiner Gäste bekam noch eine Tüte Plätzchen to go mit nach Hause.

Am dritten Advent gab's ein gemütliches Waffelfrühstück mit Schokocreme und heißen Kirschen und einen stürmischen Spaziergang danach. Den ganzen Tag hing noch der Waffelduft in meiner Wohnung und meinen Kleidern. Erinnerung an ein schönes Wochenende.

Das ist es, was ich auch im nächsten Jahr wieder schenken werde, nämlich Zeit.
Zeit, um Erinnerungen zu schaffen.
Zeit, um Verbindungen zu knüpfen.
Zeit für Abenteuer.
Zeit für Gespräche.
Zeit für Freundschaft.



Montag, 5. Dezember 2016

Herz am Montag - Seelenwetterlage

Meine Seele befindet sich seit dem Sommer in stabiler Hochdruckwetterlage. Ab und zu wehen Winde aus verschiedenen Richtungen und in unterschiedlicher Stärke. Es gibt auch Wolken am Himmel, aber nichts ist mehr bedrohlich finster. Dauerregen gab es schon lange nicht mehr, genauso wenig wie einen ernsthaften Sturm.

Die meiste Zeit herrscht angenehmes Frühsommerwetter, diese Tage, an denen das T-Shirt reicht, aber man noch nicht bei der kleinsten Anstrengung ins Schwitzen gerät. Meine Seele geht in den Garten, um zu gucken, was jetzt blüht, pflückt die ersten Erdbeeren, plant Reisen oder liegt einfach nur in der Sonne und saugt die Wärme in sich auf.

In manchen Ecken meiner Seele ist es Ende Februar.

Die Sonne hat schon Kraft, aber der Winter lebt an den schattigen Stellen fort.
Dank meiner Seelensonne schmilzt das Eis und an den erstaunlichsten Stellen erwacht das Leben... Die ersten verschämten Veilchen zeigen sich, die Haseln blühen und in der Luft liegt diese Hoffnung auf das Versprechen des Sommers...

 Ich danke Dir dafür!

Mehr Montagsherzen gibt es bei den Fredissimas.