Mittwoch, 30. November 2016

Novemberimpressionen

Linachtalsperre
hu, ich bin spät dran, sowas von... aber naja...

Der November hatte von schönen, warmen Tagen über graue Regen- und Nebeltage bis zu knackiger Kälte alles im Gepäck. Am ersten November konnte ich mit Conchita noch zu einer vermeintlich letzten Tour aufbrechen. Da ich Ende Oktober ziemlich üble Antibiotika nehmen musste und deshalb die meiste Zeit bedröhnt oder müde war, habe ich die Einnahme an den letzten Oktobertagen geschoben. Am 1. November war ich dann endlich drogenfrei und konnte die Sonne und die herbstlichen Farben genießen.

Das erste Novemberwochenende haben wir Plätzchen gebacken. Mein Assistent hatte ein Rezept für seine Lieblingsplätzchen mitgebracht: Fränkische Butterbatzen. Außer denen haben wir noch Butterplätzchen gebacken und endlos gequatscht, während draußen der Regen runterprasselte. Immerhin war es drin kuschelig und es roch lecker.

Butterbatzen im Ofen
Am zweiten Novemberwochenende gab es dann Kino. Ich bin ja kein Fan von deutschen Filmen, Til Schweiger lässt mich mehr gruseln, als irgendein Zombieschocker und auch sonst... deutsche Filme... ah neeeee... Diesmal war ich positiv überrascht. Wir haben uns "Gleißendes Glück" angeschaut. Damit hier keine Zweifel aufkommen, den Film hatte sich Roland ausgesucht, nicht ich.

Ich muss sagen, dass ich positiv überrascht war. Zum Einen ist die Geschichte sehr subtil und mir viel Humor erzählt, zum Anderen ist es kein schmalziger Liebesfilm, bei dem ich mich innerlich vor Schmerzen winde. Es ist eine nicht ganz unkomplizierte Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen mit Geschichte, die beiden mit ihren jeweiligen Dämonen kämpfen. Schaut ihn euch an, es lohnt sich.

Das dritte Novemberwochenende widmete ich in erster Linie der Plätzchenproduktion, da es
Hegaublick
wettermäßig nicht gerade mit Highlights aufgewartet hat. Am Freitag war noch unser Africa-Twin-Stammtisch, der auch dieses Mal wieder gut besucht war. Es wurde ordentlich spät, seit wir von Donnerstag auf Freitag ausgewichen sind, ist es auch sehr viel entspannter. Ich bin gespannt, welche Konstellationen sich in der nächsten Saison ergeben werden und ob wir tatsächlich mal eine Stammtischausfahrt hinkriegen.

Am vorletzten Novembersonntag gab es noch eine Überraschung, denn die Sonne schien von einem strahlend blauen Himmel und Conchita durfte nochmal aus dem Stall. Es sind gemütliche 180 km geworden. Da man nicht hoch konnte, weil oben Salz auf der Straße war, habe ich mich auf halber Höhe zwischen Kinzigtal und Kaiserstuhl bewegt, nicht ohne in Landeck noch einen Kaffee nebst Käsekuchen auf der Terrasse zu genießen.
Gar nicht so Kalte Herberge

Am letzten Novemberwochenende hat mich dann leider eine Erkältung niedergestreckt.

Außer auf dem Sofa rumhängen, lesen und stricken war nicht wirklich viel drin. Jetzt ist sie also da, die "staade Zeit". Da ich mich aus dem Geschenkewahnsinn völlig ausgeklinkt habe, ist es auch eine ruhige Zeit für mich. Es gibt auch durchaus genug zu tun im Haus und an mir selbst.

Mehr Monatsimpressionen gibt es bei den Fredissimas. Hier kommt noch das (unautorisierte...) Rezept für die Butterbatzen, viel Spaß beim nachbacken!



Fränkische Butterbatzen á la Roland

 250 gr Butter
250 gr Zucker
8 Eier (L-XL, sonst 10 nehmen)
500 gr Mehl
Hirschhornsalz (ca. 2 TL)
Weinbeeren (Rosinen)
Oblaten

Aus den Butter, Zucker und Eiern einen Rührteig herstellen, am Ende das mit Hirschhornsalz gemischte Mehl und die Weinbeeren unterziehen. Der Teig sollte "reißend" vom Löffel gehen. Mit zwei Teelöffeln den Teig in die Mitte der Oblaten setzen, nicht zuviel nehmen, er läuft auseinander.
In der Mitte des Ofens bei ca. 160 Grad 22-25 Minuten backen, die Batzen sollten seitlich leicht braun werden.