Mittwoch, 21. Januar 2015

Das erste Mal

Teneriffa 2012
Was habt ihr in den letzten Jahren das erste Mal gemacht?

Bei mir war es eine ganze Menge:

zum ersten Mal auf einem Motorrad gesessen,
zum ersten Mal ein Motorrad gekauft,
zum ersten Mal mit Zelt und Motorrad in Urlaub gefahren,
zum ersten Mal ein Motorrad umgeschmissen,
zum ersten Mal allein in Frankreich und Spanien gewesen,
zum ersten Mal mit einer Enduro gefahren,
zum ersten Mal mit einer Reiseenduro gefahren,
zum ersten Mal im Gelände gestürzt,
zum ersten Mal ein Fahrtraining besucht,
zum ersten Mal auf einer Bikerparty gewesen,
zum ersten Mal zusammen mit anderen Motorradfahrern gefahren,
zum ersten Mal das Touratech-Event besucht,
zum ersten Mal einen Motorrad-Stammtisch besucht,
zum ersten Mal auf Teneriffa gewesen,
zum ersten Mal Urlaub im Kloster gemacht,
zum ersten Mal Therapiestunden belegt,
zum ersten Mal beim Kickboxen gewesen,
zum ersten Mal einen Spanischkurs belegt,
zum ersten Mal Privatunterricht für Französisch genommen,
zum ersten Mal in ein Fitness-Studio gegangen,
zum ersten Mal mit Plotter und Transferpresse gearbeitet,
zum ersten Mal Zahnimplantate bekommen,
zum ersten Mal Sachen auf foodsharing verschenkt,
zum ersten Mal einen Teppich gestrickt,
zum ersten Mal Dawanda-Freundinnen besucht,
zum ersten Mal von Dawanda-Freundinnen Besuch bekommen,
zum ersten Mal bei einem Fred-Treffen gewesen,
zum ersten Mal das ZKM in Karlsruhe besucht,
zum ersten Mal auf Zeche Zollverein gewesen,
zum ersten Mal Cupcakes gebacken,
zum ersten Mal Zuckerblüten modelliert,
zum ersten Mal Basenfasten ausprobiert,
zum ersten Mal auf Langlaufskiern gestanden,
zum ersten Mal einen Herd selbst angeschlossen...

... bestimmt habe ich noch eine ganze Menge vergessen, aber es ist schön zu sehen, was so alles los ist, auch wenn scheinbar "nichts" passiert.







Donnerstag, 15. Januar 2015

Wer nicht sucht, der findet :-)

Mein Ausblick ab Februar :-)
Ich hatte für dieses Jahr unter anderem einen Umzug auf dem Plan. Erstens wegen der teuren
Nachtspeicherheizung und zweitens, weil ich mich räumlich verkleinern möchte.

Der Freiburger Wohnungsmarkt ist... sagen wir mal nicht gerade entspannt. Sonntag habe ich dann mittags eine "Wohung" angeschaut. Wenn man dieses Rattenloch eine Wohnung nennen möchte. Für einen unverschämten Preis wurde eine völlig abgerockte Wohnung in einem stinkenden Hinterhof angeboten. Nach einer Minute habe ich auf dem Absatz kehrt gemacht und bin geflohen.

Zuhause angekommen habe ich ins Internet geschaut, ob nicht vielleicht doch noch was passendes da ist. Geglaubt habe ich es nicht, aber schauen kostet ja nichts.

Und da... stand diese Anzeige. Genau das, was ich gesucht habe: Eine schöne, helle Wohnung, ruhig gelegen und noch dazu ohne Makler und bezahlbar. Also schnell eine Mail getippt. Kurz darauf bekam ich eine Antwort und rief wie gewünscht zurück. Nach Abklappern der ganzen Rahmenbedingungen meinte die Dame, dass ich die Wohnung gleich ansehen könnte, wenn ich wollte. Und wie ich wollte! Also fix aufs Rad, Berg hochgestrampelt (ich wohne ab Februar ländlich-bergig) und die Wohnung angeschaut.

WOW! So hell! Und flammneue Isofenster! Ein Bad mit Fenster und WANNE (und ohne zugige Glasubausteinkippfenster)! Und ein RIESENBALKON! Wir schwatzten eine Weile und die Chemie hat gut gepasst. Am nächsten Morgen nach einer schlaflosen Nacht sagte ich zu und bekam das OK meiner Vermieterin. Am Dienstag habe ich den Vertrag klargemacht und jetzt bin ich erst Recht am ausmisten, verkaufen, verschenken und herumwühlen. Die Pläne sind schon gezeichnet, alles wird sicherlich gut untergebracht werden.

Aber aus dem "buy-nothing"-Monat wird nun nichts. Nach gut 25 Jahren darf man sich auch mal neue Möbel kaufen. Das gönne ich mir nun tatsächlich, und es spart auch das Geschleppe beim Umzug.

Nun freue ich mich auf mein neues Domizil, auf Schafblöken und Hühnergekacker vor dem Fenster und auf viele gemütliche Stunden in der süßen Wohnung, im Sommer abends auf dem Balkon mit Blick über die Stadt... und darauf, dass ich jetzt in allen Bereichen, die mir wichtig sind, ein neues Kapitel angefangen habe bzw. anfangen kann.

Montag, 12. Januar 2015

Herz am Montag - Schneeherzen

Am Neujahrstag habe ich das wunderbare Wetter genutzt und bin mit 3/4 der Freiburger Restbevölkerung auf unseren Hausberg, den Schauinsland hochgefahren. Unten war mal wieder Nebelgrütze und oben tolle Fernsicht. Eine gute Gelegenheit, das neue, strahlende Jahr zu begrüße!

Natürlich hatte ich meine Kamera dabei, um ein paar Eindrücke festzuhalten und ins Ruhrgebiet zu schicken. Herr Yeti ist oft neidvoll, wenn ich Sonnenfotos schicke, während er im Dies oder Regen sitzen muss. Oder ich bei schönstem Herbstwetter noch stundenlang herumfahren kann, während es bei ihm schon kalt ist und seine Mopeds in der Garage kuscheln müssen.

Bei meiner Runde um den Gipfel - den Abstieg wollte ich mir nach den heftigen Schneefällen dann doch nicht geben - habe ich gleich zwei Schneeherzen entdeckt. Das erste war schon ein bisschen zugeweht, denn am Neujahrstag herrschte heftiger Föhnsturm und man konnte schon ahnen, dass die weiße Pracht nicht lange halten wird.

So ungern ich Schnee in der Stadt habe - zumindest, wenn ich morgens aus dem Haus muss - so schön finde ich ihn oben in den Bergen. Alles sieht so weich und verzaubert aus. Wer schon mal mit Karacho auf einer Piste hingeknallt ist weiß, dass das alles andere als weich ist. Im Tiefschnee hat man dann noch das Problem, dass man seine Skier ausgraben muss und hoffen, dass man sie auch findet und nicht bis zum Frühling mit der Bergung warten muss. Fangriemen, wie in der Zeit, als ich Skifahren gelernt habe (irgendwann Anfang der 1980er), gibt es heute ja nicht mehr.

Wie haben ich die Skilager gehasst! Eine von mir absolut verhasste Sportlehrerin, die ihre Ausbildung im früheren Ostblock genossen hatte, "kümmerte" sich um die Anfänger. Mit aufmunternden Zurufen wie "CHOLZBEIN! CHOLZBEIN!" bei den ersten ungelenken Stemmbögen oder "PREßSACK! PREßSACK!" bei den unvermeidlichen Stürzen wusste sie uns ungemein zu motivieren und für den Skisport zu begeistern. Erst in der 10. Klasse konnte ich meine Aversion gegen das Skifahren ablegen, denn da hatten wir richtige Skilehrer, und ich machte im Anschluss in den Osterferien noch einen zweiwöchigen Kurs. Danach ging's auch die schwarzen Pisten runter ohne Angst und Zaudern. Seitdem bin ich übrigens nie wieder auf Skiern gestanden - halt, nein, stimmt nicht, nie wieder auf Abfahrtsskiern. Auf Langlaufskiern sehr wohl, und das hat mir auch eine Menge Spaß gemacht. Inzwischen versucht Herr Yeti mir den Kontakt mit dem Snowboard nahezulegen. Mal sehen, was draus wird... ich bin ja eher der vorsichtige Typ.

Am Ende meiner Runde um den Gipfel habe ich dann noch ein Herz gefunden. Es versteckte sich auf der windabgewandeten Seite eines Baums. Am Neujahrstag bekam "Herzen im Sturm" so eine ganz neue Bedeutung.

Mehr Herzen wie immer bei den Fredissimas.

Freitag, 2. Januar 2015

Buy-nothing-Monat Januar

The abominable Snowman!
Euch allen wünsche ich ein gutes, gesundes, fröhliches und konsumbefreites 2015 :-)

Wie ich schon angekündigt hatte, wird im Januar nichts gekauft.

Heute ist der 2.1. und ich habe schon zwei Dinge kaufen müssen: Neuen Toner für meinen Drucker (selbst nach inständigstem Durchschütteln geht irgendwann nichts mehr) und ein neues Lehrbuch für den Spanisch-Unterricht, da ich ab jetzt nicht mehr Anfängerin, sondern "Mittelstufe" bin und das alte Buch durchgeackert ist.

Nun gut, der Toner fällt in die Kategorie "Verbrauchsmaterial" und man kann sich leider nicht aussuchen, wann er zuende ist. Das Spanischbuch hätte ich theoretisch auch im Dezember kaufen können, oder erst im Februar.

Neujahr auf dem Schauinsland
Seit ich  mit dem Ausmisten begonnen habe, bin ich immer kritischer geworden, was neue Anschaffungen betrifft. "Schnell mal eben was kaufen" ist nicht.

Ok, da sind einige Dinge für meine Wohnung dazugekommen, aber ansonsten war ich sehr konsequent: Wenn etwas neues reinkommt, fliegt etwas altes raus. Die letzte Woche ging ein sehr großer Stapel alter Burda- und anderer Schnittmusterzeitschriften aus den 60er und 70er-Jahren über die Theke, daneben noch das eine oder andere Buch und verpackte Schnittmuster.

Ich nähe nicht mehr in dem großen Stil, in dem ich das früher getan habe und schon gar keine Klamotten.
Blick ins Berner Oberland
Früher habe ich vor jedem Urlaub irgendwas genäht, ein Kleid, eine Hose, einen Sonnenhut, Hemden für meinen Freund, sogar Jeans... ebenso ist meine Sammlung an Stoffstücken deutlich geschrumpft und neu gekauft wird keiner mehr. In meinem Arbeitszimmer ist auch Platz entstanden durch das Ausmisten der ganzen Zeitschriften.

Meine Fotos habe ich aussortiert, also die analogen. Ich war dann doch erstaunt, dass es so viele Fotos von mir gibt. Aus vier Kisten ist eine Kiste geworden und für die Fotos von mir wurden zwei Alben angeschafft. Wenn das Zeug in der Kiste liegt, holt man es nie wieder raus. Daher habe ich die meisten Bilder auch weggeworfen, ohne ihnen nachzuweinen. Und die, die ich jetzt noch aufbewahrt habe, werden irgendwann einer weiteren Prüfung unterzogen. Bei der Gelegenheit fielen mir noch ein paar uralte Briefe in die Hände, die mir Freundinnen und Freund kurz nach meinem Umzug nach Freiburg geschickt hatten (22 Jahre her!), die hebe ich auch auf.

Ziel im Wohnzimmer ist, das letzte Metallregal aufzulösen. Irgendeine kleinere Lösung muss dann allerdings
Unten Nebel, oben Sonne
trotzdem her, da ich dort unter anderem meine Buchhaltungsunterlagen und einigen anderen Papierkram aufbewahre, der immer mal griffbereit sein muss.

Der Schuppen muss auch nochmal dran, dafür werde ich bei entsprechendem Wetter einen kleinen Hofflohmarkt machen. Was dann noch nicht weg ist, geht auf ebay Kleinanzeigen oder in die Verschenk-Kiste. Bei dem Wetter momentan kann man die leider nicht rausstellen, obwohl sie sich wieder gefüllt hat.

Meine Ziele für dieses Jahr sind: Keller weiter leeren, das Arbeitszimmer weitgehend auflösen (Material und Produkte weitestgehend verkaufen), die CBF verkaufen (*heul*) und mich ganz unverbindlich nach einer kleineren, billigen Wohnung ohne Nachtspeicherheizung und mit Tiefgarage (oder anderer Garage) umsehen. Da ich hier nicht raus muss, habe ich alle Zeit der Welt dafür und bei dem Freiburger Wohnungsmarkt werde ich die auch brauchen.

Und was habt ihr so vor?