Sonntag, 27. Juli 2014

Oldies but Goldies

Heute war ich zur Abwechslung mit der CBF unterwegs.
Altes BMW-Gespann
Das ist doch ein ganz schöner Unterschied zur Twin!

Fand ich die CBF vorher bequem, den Kniewinkel angenehm und die Maschine manchmal schwer zu rangieren, habe ich jetzt das Gefühl, dass die CBF über Nacht ungefähr um ein Drittel kleiner und leichter geworden ist. Die ersten Kilometer sind immer komisch, alles ist so eng beeinander, wo war nochmal der Schalthebel?

Ich sitze jetzt immer wie auf der Twin, nämlich quasi mit dem Bauch am Tank, weil ich sonst nicht gut auf den Boden komme. Es ist ja alles viel größer, weiter, länger, höher.
Bei der CBF muss ich dann erstmal ganz nach hinten rutschen, damit mir nicht nach 5 Minuten alles weh tut.

Warum der Kofferraum Kofferraum heißt.
Einen gewaltigen Unterschied merke ich auch bei der Federung, die CBF ist ein richtiger "Boneshaker" im
Vergleich zur Twin. Bis ich bei der mal aus dem Sattel katapultiert werde, muss einiges passieren. Heute bin ich etwas schwungvoller über einen Bahnübergang im Groppertal gefahren und flog gefühlte 50 cm aus dem Sattel... und das bei vielleicht 60 km/h... Insgesamt fahre ich die Kleine aber immer noch gerne, ich kenne sie in- und auswendig und weiß genau, wie sie wo reagiert, wie stark die Bremsen sind und wann ich wo schalten muss.

Auf der anderen Seite ist die Twin eine gute Lehrmeisterin für höheres Tempo, das sich dann wieder auf die Fahrerei mit der CBF positiv auswirkt.

Ich habe mich heute beobachtet, meine Blickfürung lässt für höheres Tempo zu wünschen übrig. Irgendwie klebt mein Blick zu lange an einem Punkt und dann werde ich unsicher, nehme Tempo raus und fahre nicht mehr flüssig. Das passiert besonders dann, wenn ich mich entweder nicht genug konzentriere, oder ganz besonders gut fahren will.
Ab und zu mal wieder alleine zu fahren und mich selbst zu beobachten, ist also nicht schlecht.
Sobald ich erkenne, woran es hapert, kann ich daran arbeiten.
Heaven's in the back seat of my Cadillac...

Beim völlig ziellosen Umhergekurve landete ich heute u. a. in Hornberg, wo derzeit bei den Festspielen das Hornberger Schießen aufgeführt wird. Da ich aber viel zu früh für die Aufführung war, habe ich es nur zur Kenntnis genommen und mir nur Kaffee und Kuchen im Naturcafé am Bärenplatz zu Gemüte geführt.

Danach ging es kreuz und quer alle möglichen Straßen und Sträßchen entlang, zwischendrin anhalten, Pulli an, Pulli aus, Sommerhandschuhe an, Sommerhandschuhe aus... es war ein bisschen nervig, weil mir entweder zu warm oder zu kalt war, aber richtig war es nicht.

Buick Baujahr 1909 - Benzinkutsche vom feinsten!
Bei Peterzell kam ich dann beim Oldertimer- und Traktorentreffen vorbei und hielt kurzerhand an. Gegenüber
gab es frisches Obst, also noch schnell ein Schälchen Erdbeeren eingepackt und dann rüber, die Oldies anschauen.

Ich bin ja kein Autofan, aber sehr wohl ein Oldtimerfan. Was es dort alles zu sehen gab! Es ist einfach toll, diese Autos anzusehen, die noch eine individuelle Linie haben und wo liebevolle Details anstelle von "Chantall-Shanice on Board"-Aufklebern das Chassis zieren. Viel Chrom und Glanz, viele schöne Linien und Kurven und einige richtige Schätzchen. Fasziniert war ich ganz besonders von eine Buick aus dem Jahr 1909, dem man ansah, warum Autos früher einmal "Benzinkutschen" hießen. Es gab sehr viele Fords und Opel zu bestaunen, mich hätte noch interessiert, wieviele davon tatsächlich noch fahrtüchtig sind.

Lanz Bulldog mit Cabrioverdeck!
Einige Alibi-Oldtimermotorräder und Gespanne gab es auch zu bestaunen. Sehr schön ist eigentlich, wenn sie
nicht kaputtrestauriert sind und man ihnen ihr Alter auch ansieht. Bei der Ducati störte mich einzig die auf der anderen Seite der Maschine sichtbare "Bosch"-Batterie, die hätte man ein bisschen verstecken können.

Die ganzen Traktoren habe ich mich nicht weiter angeschaut, es gab da noch ein Geschicklichkeitsfahren, das gerade im Hintergrund lief.

Einzig lustig und bemerkenswert fand ich - neben dem Lanz Bulldog mit Cabrioverdeck - dass es von
Porsche auch Traktoren gibt, "Porsche Diesel", das hat doch was!

Nach diesem vergnüglichen Abstecher bin ich dann recht direkt heimgefahren.

Die CBF wollte noch geputzt, die verdreckte Kette gereinigt und gefettet und die sporadischen Aussetzer beim Licht behoben werden. Das lag wohl am Fernlichtschalter, nach einem ausgiebigen Bad mit Kontaktspray und fleißigem ein- und ausschalten ging dann alles wieder.

Die CBF habe ich am 31.7. genau 3 Jahre und sie hat jetzt knapp 50.000 km mehr auf dem Tacho als vor
dem Kauf. Mit den ganzen Kilometern, die ich noch mit anderen Maschinen im Urlaub und mit der Twin gefahren bin, komme ich jetzt auf eine ganz anständige Leistung. Das war bestimmt schon ein halbes Jahr reine "Sattelzeit".

Und es macht immer noch einen riesigen Spaß!

Samstag, 26. Juli 2014

Was macht eigentlich...

... mein 365-Tage-Projekt? Anfang des Jahres schrieb ich über meinen Wunsch, dieses Jahr noch mehr Dinge lozulassen, zu reduzieren, zu verzichten. Es ist eine Menge passiert seitdem. Zwar miste ich nicht in regelmäßiger Konsequenz ständig aus, aber immer wieder in Schüben. So ist neben meinem großen Bücherregal vor einiger Zeit der Kleiderschrank verschwunden. Viele Geschirrteile sind in der "zu verschenken"-Kiste gelandet, etliche Klamotten wurden aussortiert und verschenkt oder verkauft. Im Keller ist ein wenig mehr Platz entstanden und demnächst wird es dort nochmal weitergehen.
Es gibt allerdings noch ein größeres Projekt, das ich immer wieder vor mir herschiebe: Mein Arbeitszimmer.
Damit verbunden ist nämlich die Überlegung, was ich nun mit all den Dingen mache, geht es weiter mit meiner (inzwischen) nebenberuflichen Selbständigkeit? Wenn ja, in welcher Form? Wenn nein, was mache ich mit dem gefüllten Lager? Der Abverkauf gestaltet sich aus diversen Gründen wesentlich mühsamer als ich gedacht habe. Oder sagen wir: Ich müsste vermutlich mehr Energie darauf verwenden als ich es derzeit tue. So schiebe ich und schiebe.
Ein wenig liegt es auch daran, dass ich dieses Jahr einfach meine Freizeit sehr genieße und bei schönem Wetter mehr oder weniger ständig unterwegs bin. Wenn es regnet, genehmige ich mir tatsächlich Phasen von intensivem Nichtstun, Lesen, Nickerchen und manchmal auch nur an die Decke gucken, Musik hören und träumen. Ich weiß nicht, wie lange ich das nicht mehr konnte.
Heute habe ich allerdings das Regenwetter genutzt.


Ich habe mit der Küche angefangen, Dinge umgefüllt, aussortiert, hübsch arrangiert, Blumen aufgestellt... Und dann habe ich ein bisschen Ordnung in meinem Stoffregal geschaffen. Etliches ist auf ebay gelandet und wartet jetzt auf neue kreative Menschen.
Ich merke, wie immer mehr Luft und Raum um mich entsteht und das tut unendlich gut!
In den letzten Monaten kamen einige neue Menschen in meinen Freundes- und Bekanntenkreis. Einige davon traten "einfach so" in mein Leben, andere kamen durch Aktivitäten in einigen Motorradforen oder der Suche nach Reisebegleitern für meinen Sommerurlaub.
Ich gehe seit einiger Zeit wieder gerne auf Menschen zu, tausche mich mit Gleichgesinnten aus und gehe überhaupt mehr nach draußen. Das war die letzten Jahre nicht so. Nicht, dass ich mir nicht selbst genug wäre. Ich merke jedoch, wie sehr mir ein Bad in der Menge und die gelegentlichen Unternehmungen mit anderen gut tun. Es passiert also nicht nur "innen" was, sondern auch außen.
Im Internet bin ich auf zenhabits von Leo Babauta gestoßen und habe rausgefunden, dass ich ziemlich ähnliche Gedankenprozesse durchlaufen habe. Ich wusste gar nicht, dass das was mit Zen zu tun hat... Ich denke gerade darüber nach, ob ich nicht zwischen Weihnachten und Silvester einen Zen-Retreat besuche, um noch ein wenig mehr Ruhe in mein Inneres zu bekommen und einfach mal wieder eine Weile komplett aus der Welt zu sein.
Insgesamt entwickelt sich mein 365-Tage-Projekt zu einer Art Selbstläufer. Man kann regelrecht süchtig werden nach ausmisten, aufräumen und ordnen. Es findet sich immer wieder eine Ecke oder ein Regalbrett oder eine Schublade, die man mal wieder genauer unter die Lupe nehmen könnte.
Nächste Woche habe ich zum ersten Mal einen Couchsurfer bei mir zu Besuch, er fährt mit seiner Bonneville von Bayern nach Gibraltar. Ich bin sehr gespannt darauf zu hören, wie er auf diese Idee kam.
Motorradfahren hat ja meiner Meinung nach eine Menge mit Klarheit und Fokussierung zu tun. Nur wenn ich zu 100% bei der Sache bin, fahre ich auch gut.
Das ist überhaupt ein wichtiges Thema: Die Fokussierung auf EINE Sache, EINE Aufgabe.
Das Weglassen der überflüssigen Dinge, Gedanken, Ablenkungen, Gegenstände... und auch... Kontakte!
Übrigens ist das Weglassen derzeit ein Thema für meine Urlaubsvorbereitungen: Was nehme ich alles NICHT mit, welche multifunktionalen Ausrüstungsgegenstände gibt es, was muss unbedingt mit etc. Mit dem Kauf der Twin bin ich stärker gefordert, mich mit ihrem Innenleben zu beschäftigen. Ich MUSS und WILL mich mit ihr auseinandersetzen, nur so kann sie mir eine treue Reisepartnerin werden. Inzwischen läuft sie richtig gut und ich habe die Investition nicht bereut. Ich bin sehr gespannt auf die Reise mit ihr und auch auf den potenziellen Reisepartner.
Es passieren wirklich viele interessante Dinge, wenn man sich auf den Weg macht.

Montag, 21. Juli 2014

Herz am Montag - Herz an der Waffel

Es ist mal wieder Montag *gähnt*

Die Adler aus meiner "Blogverlosung" von letzter Woche machen sich heute auf den Weg. Ihr dürft schon mal gespannt sein.

Das letzte Wochenende stand ganz im Zeichen von allem, was irgendwie mit Motorrad zu tun hat (wer hätte
das gedacht?). Freitagnachmittag ging es diesmal zu Dritt mit Verstärkung aus der Schweiz nach Lahr zum "United Cycle Run". Als wird dort ankamen, musste wir erstmal ganz durchfahren, um zum Campground zu kommen. Mit unseren Reiseenduros und Frau zuses Enduro fielen wir auch fast nicht auf *gulp*

Freitagabend ging es recht bald ins Körbchen bzw. in die Zelte, damit wir Samstag für die geplante Tour durch das Elsass fit und munter sein würden. Der Samstag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und bereits um 1/2 10 war es warm. Sehr warm. Um nicht zu sagen HEISS! Zeit, die Mopeds zu satteln und in kühlere Gefilde aufzubrechen.

Ich hatte diesmal meinen frisch gekauften Trinkrucksack dabei und *plopp* bei einem Ampelstopp schon mein Mundstück verloren. Bisschen zu fest draufgebissen, schon war's ab und unters Moped gerollt. Nun, musste es eben ohne gehen. Leider ist das mit ziemlich viel Gesabber verbunden und das Enstück ziemlich hart, da muss Ersatz her.

Wir sind Samstag eine großartige Tour gefahren, ausnahmlos kleine und kleinste Sträßchen und oft waren wir allein. Einmal standen wir im wahrsten Sinne des Wortes im Wald. Dort konnte man dann die heißen Füße aus den Stiefeln schälen und ein wenig abkühlen. Später ging es dann unter anderem über den Col du Donon nach Grand Soldat und von dort im Kurvenschwung wieder nach unten. Nachdem die Mägen nun doch ziemlich knurrten, machten wir uns auf die Suche nach etwas essbarem. Das erste Café konnte nur mit Kuchen aufwarten, der nächste Stopp bot gar nichts essbares, außer vielleicht dem Hund, der in der Sonne döste, was mich dann zu dem Spruch verleitet, ob Gott in Frankreich auf Diät sei.

Bei der nächsten Gelegenheit hatten wir dann Glück. Ein Plätzchen im Schatten unter alten Kastanien, eine üppige Assiette paysan und Getränke ließen die Lebensgeister wieder wach werden. Danach ging es runter in die Rheinebene und in die Hitze. Unser schweizer Begleiter wurde noch fix von einer Biene gestochen, zum Glück ohne große Folgen. Und dann ging's Richtung Party. Schön war's und lustig! Und ich habe mal wieder eine Menge gelernt.

Das Waffelfoto stammt vom vorletzten Wochenende und ich will Euch mein Lieblingswaffelrezept nicht vorenthalten, das ihr hier findet.

Montag, 14. Juli 2014

Herz am Montag - Herz in der Hose

Das bin nicht ich, wär's aber gerne :-)
Das Herz in der Hose hatte ich bei meiner ersten Motorrad-Fahrstunde.

Das Herz in der Hose hatte ich bei meiner ersten Überlandfahrt.

Das Herz in der Hose hatte ich bei meiner ersten Autobahnfahrt.

Das Herz in der Hose hatte ich nach meiner Fahrprüfung.

Das Herz in der Hose hatte ich auf meiner ersten unbegleiteten Fahrt vom Händler in Rastatt nach Freiburg.

Das ist jetzt alles fast genau 3 Jahre her.
3 Jahre in denen ich inzwischen plus/minus 50.000 km gefahren bin, die meisten davon allein und auf der kleinen, treuen CBF.

Ein kleines Jubiläum also.

Conchita in seinem/ihrem Element
Und das möchte ich mit Euch feiern, denn neben diesem Jubliäum ist das hier auch der 100. Post in diesem Blog. Wer diesen Beitrag kommentiert, hüpft in die Lostrommel, es gibt ein paar Überraschungstütchen zu gewinnen - und keine Sorge: alles völlig motorradfrei.
Vielleicht.


Heute gab es eine Premiere, ich bin mit Conchita zum ersten Mal ein Stück Schotterpiste gefahren.
Heute ist mir aber das Herz nicht in die Hose gerutscht, im Gegenteil!

Frau zuse hatte mich unter ihre Fittiche genommen und ist mit mir einfach erstmal über ein Stück
Grobschotter gefahren. Als ich da nicht gezuckt habe, sind wir dann abgebogen und eine Waldstraße hochgefahren.

Ich noch etwas zurückhaltend, aber immerhin schon im 2. Gang und ohne Angst. Beim Zurückfahren ging das Stehen schon entspannter, ich hatte eine bequemere Position gefunden. Conchita fährt einfach über Unebenheiten, über Schmutz und Stock und Stein. Nur beim wenden, da hapert es noch gewaltig...

Der kleine Abstecher bescherte uns wunderschöne Ausblicke in die Vogesen und wir waren ganz allein da oben im Wald. Conchita hat's auch gefallen, glaube ich.
Jedenfalls war sie sehr willig.

Das abgebildte Herz in der Hose ist nicht meins, sondern stammt von einem der wirklich tollen Cross-Fahrer
Herz in der Hose...
beim Motocross in Schweighausen am vergangenen Wochenende.

Ich habe einen Heidenrespekt vor den Fahrern und Fahrerinnen! 20 Minuten können verdammt lang sein und ich habe größten Respekt vor der körperlichen und mentalen Anstrengung, die hinter dem scheinbar mühelosen Drifts und Sprüngen steckt.

Im nächsten Leben werde ich das dann auch probieren, in diesem bin ich wirklich zu alt für solche Dinge.

Für bisschen Offroad wird's aber reichen.
Vor allem mit so einem tollen Coach *sich bei Frau zuse nochmal explizit bedankt*

So, und jetzt springt oder driftet in meine Lostrommel :-)



Montag, 7. Juli 2014

Die ersten 1000 km mit Conchita aka Manfred aka Marlene aka Africa Twin

Gestern auf der Sirnitz...
Die Twin hat einen neuen Namen: solange nicht klar ist, ob sie Männlein oder Weiblein ist, wird sie Conchita heißen. Ein Blick unters Heck war bis dato auch nicht aufschlussreich.

Die ersten ca. 1000 km habe ich auf der Twin jetzt runter und ich muss sagen, WENN sie fährt, ist es einfach nur traumhaft! BIS sie gefahren ist, hat's jetzt lang genug gedauert und momentan läuft der Dauertest. Bis zum Urlaub Ende August muss sie sich als zuverlässige Tourbegleiterin beweisen, sonst muss das Äffchen wieder herhalten.

...ca. 1 Stunde später auf dem Heimweg...
In den letzten Wochen war wirklich einiges los. Ich schlug mich mit technischen Problemen herum, lernte, wie man ein Multimeter einstellt und packte ohne Scheu an die Technik der Twin. Inzwischen hat sie schon wieder eine neue Macke, die Zündkontaktunterbrechung vom Seitenständer hat vermutlich einen Wackler. Das sollte aber leicht zu beheben sein.

Letzten Donnerstag hat mich dieser Defekt aber erstmal in Aufruhr versetzt, denn nach dem Training wollte ich zum AT-Stammtisch fahren und zwar mit Conchita. Conchita sprang aber mit eingelegtem Gang nicht an und mein erster Gedanke war "Scheiße, schon wieder der Regler!!!". Dann kam ich auf die Idee, es mal mit dem Leerlauf zu versuchen und siehe da: Conchita sprang klaglos und sofort an.

Marienkäfer bei der Arbeit
Donnerstagabend war ich dann bei meinem ersten Motorradstammtisch überhaupt. Die Jungs vom
Freiburger AT-Stammtisch hatten mich per Mail eingeladen und ich gesellte mich nach dem Training dazu. Sehr nette Leute habe ich da kennengelernt, hilfsbereit und sympatisch! Jetzt gehöre ich also richtig "dazu". zu Beginn meiner Mopedkarriere habe ich mich nicht wirklich getraut, mich unters restliche mopedfahrende Volk zu mischen. Ich dachte, ich fahre zu schlecht, ich hab keine Ahnung und ich weiß nicht, was ich da sagen soll etc. Was das AT-Forum betrifft, finde ich es klasse, wie lebendig es ist und wieviele tolle Tipps man dort bekommen kann. Es ist immer jemand da.

 In den letzten 3 Monaten hatte ich öfter Gelegenheit, mit anderen zu fahren. Die Erfahrung dabei war durchaus positiv.

Nach den ersten Erlebnissen mit dem noch recht frischen Schein und eher bescheidenen Fahrkenntnissen, war ich nicht sicher, ob ich überhaupt mal so weit sein würde, anderen nicht auf die Nerven zu fallen mit der langsamen Fahrerei. Inzwischen kann ich sagen: Ich komme hinterher und das meist ohne Stress für mich. Mit der Twin bin ich immer noch etwas zurückhaltender, als mit dem Äffchen, aber das Äffchen fahre ich schon seit fast 3 Jahren und über 50.000 km. Ich gewöhne mich langsam an das höhere Gewicht der Twin und mit dem Aufsteigen und vom Seitenständer kriegen, vor allem in vollgetanktem und beladenen Zustand,  das wird auch noch. Es ist immer beruhigend zu lesen, dass andere mit den gleichen Problemen kämpfen. Ob ich jemals a la Gaston Rahier aufsteigen werde, weiß ich allerdings nicht. Das trau ich mich noch nicht mal mit dem Rad und schon gar nicht mit dem beladenen Dickschiff.

Inzwischen bin ich wirklich sehr begeistert von der Twin und schiele schon immer nach unbefestigten Wegen, die ich unter die Räder nehmen könnte. Ganz langsam werde ich mich da rantasten, aber ich merke, dass ich es mir zutraue, die Twin irgendwann über Schotter zu fahren. Und vielleicht... nächstes Jahr auf die Stella Alpina... der Mensch wächst schließlich mit seinen Aufgaben und bei Offroad-Videos kriege ich immer feuchte Augen...