Montag, 21. April 2014

Osterpause

So, nun bin ich zurück aus meiner Osterpause, die ich bei der wunderbaren Elfenfamilie in Münster verbringen durfte.

Es waren schöne, größtenteils sonnige Ostertage mit gepflegtem Nichtstun, vielen tollen Gesprächen und  viel Spaß.

Ohne Dawanda hätte ich Euch niemals kennengelernt. Es ist so schön zu wissen, wo überall ein Bett für mich frei ist, wen ich immer anrufen kann und wer mir mit Rat und Tat zur Seite steht. Die kleine Osterauszeit hat so gut getan, der sprichwörtliche Tapetenwechsel hat meinen Kopf und mein Herz befreit. Ich schaue nur noch nach vorne, nicht mehr zurück.

Mein Moped und ich sind wieder frisch gewaschen, die Kleine steht unter ihrer Plane und ich mache es mir jetzt auf dem Sofa gemütlich. Nächste Woche ist dann wirklich der neue Schlappen fällig und den Kundendienst nehmen wir auch gleich noch mit.

Und dann... bin ich nochmal in Sachen Traumbike unterwegs, sie wartet noch auf mich, hoffe ich. Mal sehen, ob ich sie auch kaufen werde. Nächste Woche fange ich langsam mit der konkreteren Sommerurlaubsplanung an und stelle meine Etappen zusammen. Ich möchte keine solchen "Ochsentouren" wie letztes Jahr fahren. Übernächste Woche geht mein Spanischkurs weiter. Ich bin richtig stolz, dass ich inzwischen schon über alle möglichen Themen relativ flüssig plaudern kann und wirklich viel verstehe. Ein paar andere Dinge spuken mir seit letzter Woche noch im Kopf herum und um meine Shops möchte ich mich wieder mehr kümmern. Der Mai ist voll mit Treffen, Trainings, Parties... und sicherlich einer Menge Touren, hoffentlich bald mit Zelt und Bike.

Dies wird ein sonniges Jahr, das mich mit Sicherheit nicht nur auf der Straße weiterbringen wird!

Sonntag, 13. April 2014

If nothing goes right, go left

Flying high high like a bird in the sky...
Nach diesem Motto bin ich heute gefahren.

Die "Aufgabe" fürde diese Saison ist öfter mal irgendwo abbiegen und öfter mal andere Streckenkombination fahren.

Heute Mittag beschloss ich, nach Engen ins Café Huber zu fahren, um dort ein dickes Stück Kuchen zu verdrücken und die wunderbaren Pralinen zu kaufen, die dort handgefertigt werden. Ich werde sie morgen auf die Reise zu meiner Ex-Schwiemu schicken, die Geburtstag hat. Im Juni lasse ich mich dort dann mal wieder persönlich blicken.

Bräunlingen
Vorletztes Wochenende habe ich mich in eine Africa Twin verliebt. Mir wurde jetzt noch eine zweite angeboten, die allerdings in Köln steht. Die Twin ist eines meiner Traumbikes und ich weiß jetzt, dass ich sie nicht nur von ferne verehren, sondern sie ganz nahe haben will, nämlich unter meinem Hintern! Nach Ostern wird die Entscheidung für die eine oder die andere fallen.

Da ich sie mir ansehen möchte, verbinde ich die Besichtigung (sind ja immerhin auch 500 km oder so) mit dem Besuch lieber Freunde, die mich 2008 quasi adoptiert haben. In den letzten emotional turbulenten Wochen war ich wieder dankbar für die vielen Menschen, die bedingungslos zu mir halten und denen ich die Ohren volljammern konnte. Seit gestern geht es mir sehr viel besser, es haben sich ein paar Knoten gelöst und ich kann mein Leben wieder richtig genießen.
Das Leben ist sowieso zu kurz für sinnlosen Liebeskummer!

Heute Mittag ging es zur Abwechslung nicht über die Hausstrecke Glottertal-St. Peter nach oben, sondern ich bin den Kandel hochgefahren. Vor mir waren ein Quad und ein Motorrad aus Villingen. Seit ein paar Wochen merke ich, dass sich mein Tempo richtig gut gesteigert hat, so bin ich heute den beiden problemlos hinterhergefahren und dachte zeitweise sogar "boah, sind die langsam!" vor allem, als es um die Kurven ging. Rauf bin ich immer noch deutlich schneller als runter. Oben auf dem Kandel war es voll und ich hatte nicht so rechte Lust, da länger zu verweilen. Es waren viele Paraglider auf der Wiese, die auf ihren Start warteten und etliche Motorradfahrer. Eigentlich habe ich nur kurz gestoppt, ein Bild geschossen und dann ging es weiter nach St. Peter. Diesmal hinter 2 Esslingern her, die auch ganz gut Tempo machten. Ich bin immer noch nicht das, was man "Heizer" nennt, aber das ist auch gar nicht mein Ehrgeiz. Ich möchte mich nur ab und zu mal messen, um meine eigenen Fortschritte zu sehen. Man fährt ja sonst immer so seinen Stiefel und da ich eigentlich immer allein fahre, habe ich kein rechtes Maß, wo ich so stehe. Das war heute ein gutes Gefühl, dass ich da überall mithalten konnte.

Altstadt Engen
Ich bin den einen und den anderen Schlenker gefahren, über Schollach, dann weiter nach Eisenbach, Bräunlingen, Blumberg und schließlich nach Engen. Die Altstadt finde ich immer wieder bezaubernd und das Café ist einfach einen Besuch wert.

Ich hatte einen prima Sonnenplatz und der Besitzer erzählte einem Paar am Nachbartisch einiges zur Altstadtsanierung in den 80er Jahren. Ich habe jetzt bei längeren Tagestouren immer meine Packtaschen dabei, in die ich dann für entspannte Stadtbummel meine Kombi nebst Stiefeln versenken kann. Unter die Hose passt locker eine Jeans drunter, wenn ich keinen Gürtel einziehe. Es ist viel angenehmer, nicht in dem dicken, schweren Panzer herumzulaufen! Ich glaube auch nicht, dass jemand abgewetzte Stiefel und eine verschwitzte Kombi aus der Tasche klauen möchte. Allerdings werde ich für längere Abwesenheiten eine Diebstahlsicherung anbringen, auch möchte ich eine Kette kaufen, um den Helm an den Sturzbügeln zu sichern. Bis jetzt ist noch nie etwas weggekommen, aber man weiß ja nie.

Von Engen aus nahm ich die "Südrunde" und fuhr über Tengen einen Schlenker nach Leipferdingen bei Blumberg. Auf halber Strecke habe ich an einem Weg angehalten, wo eine einladende Bank stand. Da die leider im Schatten war, habe ich mich unter den Baum daneben in die Sonne gelegt und eine gute halbe Stunde gedöst. Danach ging es über Blumberg, die Wutachschlucht und den Feldberg wieder nach Freiburg zurück. Die Strecke von Oberried nach Kirchzarten habe ich auch ganz gut Stoff gegeben, allerdings war ich dann doch schon etwas müde und die eine oder andere Kurve lief dann doch etwas langsamer. Aber was soll's, ich muss ja keine Rekorde fahren.

Da ich mein Bike evtl. erst am Donnerstag wiederbekomme, kann ich jetzt auch Zeit in meine Wohnung investieren und die schändlich aufgeschobene Wandstreicherei und noch ein paar andere Sachen in Angriff nehmen.

P. S: Ich vermisse übrigens facebook überhaupt nicht und es scheint mich dort auch niemand zu vermissen. Insofern: good riddance!

Mittwoch, 2. April 2014

Von Schrank(en) befreit

Yeah, heute war ein richtig guter Tag auf dem Weg zum Minimalismus!
Vorher

Der Kleiderschrank ist aus meinem Arbeitszimmer verschwunden. Ich habe schon vor einigen Wochen ausgemistet, umgeräumt und sortiert. Einiges wartet noch auf neue Besitzer bzw. darauf, den Weg zu ebay zu finden. Anderes habe ich entsorgt oder woanders untergebracht. Jedenfalls war der Schrank jetzt leer.

Heute wurde er abgeholt und macht nun hoffentlich jemand anderem eine Freude.

Außerdem habe ich mich heute endgültig von facebook befreit. Gerade mal einer scheint mich vermisst zu haben und hat mir heute geschrieben (Uli, *wink*!). facebook ist echt irrelevant für mich geworden. Ich habe dort zwar einige sehr nette Menschen getroffen, aber mit denen komme ich auch anders in Kontakt, wenn ich das möchte. Mit den mir wichtigen und lieben Menschen habe ich sowieso Kontaktdaten ausgetauscht bzw. wissen wir, wo wir uns finden.

Nachher
Allmählich lasse ich auch die Nachwirkungen der fiesen Erkältung hinter mir, die Kräfte kommen langsam wieder. Ich hoffe, dass ich nächste Woche zur alten Form auflaufe. Und dass ich bald wieder Lust habe, mich um meine Shops zu kümmern.

Es war einfach zuviel in den letzten Wochen, ich brauchte meine ganze Kraft, um halbwegs normal zu "funktionieren", wieder zu mir zu finden und meine Gedanken zu fokussieren, das ewige Karussell der Fragen, auf die ich sowieso keine Antwort bekommen werde, anzuhalten.

In den letzten Tagen habe ich mir u. a. die Fragen gestellt, wie ich in Zukunft leben möchte, welche Träume ich noch habe und wie ich diese erreichen kann.

Es ist ein fortwährender Prozess. Erst einmal fange ich mit den kleinen Dingen an, wie endlich die eine Wand im Wohnzimmer zu streichen, das Bad braucht auch neue Farbe und in der Küche möchte ich auch etwas verändern, ich denke gerade über ein "Schwarzwald-Thema" nach. Das alles sollte idealerweise mit dem geringstmöglichen finanziellen Aufwand umsetzbar sein, also heißt das, mal wieder aufmerksam nach Sperrmüll zu gucken und die einschlägigen Secondhand-Läden zu durchforsten. Kann aber sein, dass ich am Ende etwas ganz anderes mache, das wird sich dann zeigen.

Es gibt einige konkrete Urlaubsträume, die jedoch nur mit größerer Vorbereitung und vor allem finanziellem Polster möglich sein werden. Schon seit ich 15 bin träume ich von Kanada. Idealerweise natürlich mit Motorrad und idealerweise länger als 3 Wochen. Unter Umständen ist das sogar mit meinem Job vereinbar, da wir sehr großzügige Regelungen haben. Aber derzeit fehlt mir dazu das Geld, für work and travel bin ich leider ein wenig zu alt.

Ein richtig großer Traum schon seit vielen Jahren ist eine Reise in und durch die Mongolei. Selbstverständlich auch auf 2 Rädern, oder auf dem Pferderücken...

In diesem Jahr gehe ich es erstmal kleiner an: Ich werde nochmal in die Pyrenäen fahren, diesmal mit wesentlich mehr Zeit für An- und Abreise und einer wesentlich besseren Vorbereitung, was die Unterkünfte betrifft.

Meine anderen Zukunftsträume sind derzeit wirklich nur Träume, und ich weiß nicht, ob ich sie je in die Wirklichkeit umsetzen können werde. Aber wenn es denn sein soll, wird mir das Richtige begegnen. Das habe ich in den letzten Jahre gelernt: Zum richtigen Zeitpunkt begegnen mir die richtigen Menschen und ich komme wieder ein Stück weiter.
Ich bin nie allein und nie ohne Liebe.

Ist schon interessant, was einem alles einfällt, wenn man sich von einem Schrank befreit...