Dienstag, 31. Januar 2012

Warmfahren auf Teneriffa und Besuch auf der "Motorradwelt Bodensee"

Mein Urlaub ist zuende, leider...

Bei dem ekeligen Schmuddelwetter draußen bin ich gerade sehr froh und dankbar, dass ich mich schon mal eine Woche warmfahren durfte, im sprichwörtlichen Sinne.

"Meine" Suzie im Teide-Nationalpark
Teneriffa hat mir sehr gut gefallen, es ist eine interessante und landschaftlich abwechslungsreiche Insel.
Eine Woche ist viel zu kurz, um sie richtig kennenzulernen. Und wie ich schon geahnt hatte, wenn ich mal fahre, dann fahre ich und gucke mir nicht so richtig viele Sachen an...

Mein Mietmotorrad war eine schwarze Suzuki Bandit von moto-sol. Bis auf dass sie von Anfang an schlecht ansprang, hatte ich mit dem Bike keine Probleme, sie fuhr sich super, ging willig und leicht um die Kurven und man kann sie ziemlich schaltfaul fahren. Bei meiner Honda muss ich wesentlich mehr schalten, damit in höheren Gängen bei niedriger Drehzahl die Kette nicht zu hüpfen beginnt.

Beim ausparken fiel mir auf, dass die Suzie ein paar Kilo mehr auf die Waage bringt und ihr Wendekreis ist auch größer, als der von meiner Honda. Ansonsten: schönes, problemloses, handliches Bike.

Gebucht hatte ich alles über nicebike, ich hatte keine Lust, mich für eine Woche noch um 1000 Dinge kümmern zu müssen. Wenn man mag, kann man vor Ort auch geführte Touren buchen, ich finde aber, dass sich Teneriffa wunderbar für Entdeckungstouren auf eigene Faust anbietet.

Jerzy, mein Kontaktmann von moto-sol gab mir gleich diverse Tipps, welche Touren interessant sind und in welcher Richtung ich was fahren sollte, damit ich die Sonne nicht im Gesicht hätte und die Kurven nicht richtig sehen könnte.

Meinen kompletten Reisebericht mit Fotos findet ihr auf dem Fredissimas-Blog.
Ich denke, dass ich - sofern Zeit und Geld das erlauben - bald wieder dort Urlaub machen werde. Diesmal nehme ich mir mehr Zeit und besuche dann auch La Gomera und werde auch wandern und baden gehen.

Meeeeeehhhhdchen-Bike :-D
Sonntag war ich - sozusagen als Abschlussveranstaltung - auf der "Motorradwelt Bodensee" in Friedrichshafen. Meine erste Motorradmesse... ich war gespannt, was da so sein würde.

Als erstes fiel mir auf, dass ca. 80 % der Besucher Männer über 50 waren. Junge Leute waren in der Minderzahl und ich war vermutlich die einzige Frau, die allein über die Messe gelaufen ist.

Ich habe rasch gemerkt, dass mich die fetten PS-Boliden nicht wirklich interessieren, auch bin ich absolut kein Fan von Harleys, ich mag die einfach nicht. Sind mir zu laut, zu angeberisch und ich muss - liebe Harleyfahrer verzeiht mir - mich immer fragen, was mit so einem Bike kompensiert wird... 

Gespann von Ural-Bikes
Wie bei Autos auch, blieb mein Blick besonders oft an den Oldtimern hängen.
Eigenwillige Formen, auffällige Lackierung, liebevolle Details, das sind Dinge, die meinen Blick anziehen.

Auch mag ich "Außenseiter"-Bikes, wie die Gespanne von Ural.
Ein "Russenchopper", das wär doch mal was... Und falls ich wirklich einen Mongolei-Trip machen sollte, wäre ich vielleicht mit einer Ural gar nicht schlecht bedient. Kultig ist so ein Gespann allemal.

Kawasaki W800 *seufz*
Ich habe mich auch unsterblich verliebt... also ein bisschen geschwärmt hatte ich ja schon für sie, aber sie live zu sehen, sie anzufassen und sich mal draufzusetzen... DAS war was anderes. Meine Liebe ist... die Kawasaki W800.
So ein Bike erfreut einfach das Auge.
Also meins erfreut es mehr, als fette BMW-Maschinen.


Ich glaube, dass Motorradkauf/-wahl eine sehr emotionale Geschichte ist.

Moto Guzzi Battle of Twins
Meine Honda ist ja nun nicht gerade eine sehr ausgefallene Maschine, ich habe sie gekauft, weil ich sie kannte und mich nicht mit einer anderen auseinandersetzen wollte. Ich habe mir das am Anfang gar nicht zugetraut, nach der Fahrschule gleich auf ein anderes Bike umzusteigen. Sie ist sehr zuverlässig, handlich, gutmütig und ich komme super mit ihr klar.

Nach dem Urlaub jetzt weiß ich es besser, aber seit meiner Prüfung sind 6 Monate vergangen und ich bin inzwischen über 6000 km gefahren. Das ändert vieles.

Triumph Bonneville - auch hübsch!
Was mich absolut fasziniert hat, waren die diversen Stunt- und Trialshows.
Und dass es Cross-Gespanne gibt!
Die sehen ziemlich lustig aus, finde ich.

Mit offenem Mund stand ich vor den Trial-Shows. Unglaublich, was man DA alles machen kann!
Mein Traum ist sowieso, irgendwann mal Offroad zu fahren, ein Crosskurs steht auf dem Plan und an Trial versuche ich mich irgendwann sicherlich auch.

Zündapp - DAS war ein stylisches Ding!
Eingekauft habe ich nichts bzw. nichts motorradmäßiges, meine Ausrüstung ist ja praktisch brandneu.

Ich habe mir ein paar Sachen rausgesucht und gemerkt, die ich mir vielleicht noch holen werde. Im Sommer muss ich nicht für eine kleine Überland- oder Stadttour die fette Kombi tragen. Mir haben die Klamotten von "John Doe" recht gut gefallen, da hole ich mir vielleicht mal was.

Alles in allem war es ein schöner Tag für mich mit vielen interessanten Eindrücken.

Und jetzt hoffe ich darauf, dass dieses blöde Schmuddelwetter bald vorbei ist und ich wieder fahren kann.