Mittwoch, 21. September 2011

13. Tour - Freiburg Hexenlochmühle - Villingen - Donaueschingen - Freiburg - 191 km

Ach, war das toll heute! Da ich heute nachmittag außerplanmäßig frei hatte und das Wetter herrlich ist, habe ich eine Tour geplant. So langsam nähert sich ja das Ende der Saison und wer weiß, wie lange das Wetter und die Temperaturen noch mitspielen.

Diesmal war ich kleidungsmäßig gut vorbereitet, Leggins unter der Hose, obenrum mit langärmligem Shirt, Softshelljacke und der Motorradjacke, plus Halstuch und Nierengurt. Wenn man damit in der Stadt in der Sonne an der Ampel steht, wird es natürlich prima warm, aber unterwegs war es genau richtig und angenehm so.

Von Freiburg aus startete ich auf meiner "Hausstrecke" über St. Peter und St. Märgen. Hinter St. Märgen zweigt die Straße Richtung Hexenlochmühle  ab.

Ich bin ganz froh, dass ich unter der Woche gefahren bin, denn laut google-Informationen geht es dort am Wochenende ganz schön zu und die Straße zur Mühle runter ist sehr schmal und sehr kurvig, Gegenverkehr in Form von Bussen hätte ich nicht so toll gefunden.

Die Hexenlochmühle liegt in einem sehr idyllischen Tal. Die Mühlräder laufen zwar noch, aber die Mühle dient nur noch zu Schauzwecken, gesägt oder produziert wird dort nicht mehr. Natürlich wird jede Menge Schwarzwald-Merchandise und Schwarzwaldfutter verkauft, da die Mühle ein beliebtes Ausflugsziel ist. Ich habe mich dort in die Sonne gesetzt und Kaffee und Kuchen in der Sonne genossen. Während ich da so saß, kamen noch ungefähr 8 weitere Bikerinnen und Biker.

Danach ging es weiter über Vöhrenbach in Richtung Villingen.

Auf meinem Tourzettel stand "Langenbach", also bin ich nach Langenbach abgebogen.

Dieser Abstecher bescherte mir eine sehr lustige Fahrt. Eigentlich wollte ich erst nächstes Jahr einen Cross-Kurs besuchen und nicht mit diesem Motorrad ;-)

Naja, etwas übertrieben, aber die Straße war gerade breit genug für ein Auto, sehr schlecht, sehr eng und am Ende stand ich im wahrsten Sinne des Wortes im Wald. Eine Spaziergängerin mit Hund hatte mich sehr entgeistert und ungläubig angeschaut... Zum Glück landete ich bald wieder auf einer richtigen Straße. Amüsiert habe ich mich aber trotzdem köstlich, ich glaube, die Kühe links und rechts der Straße haben sich heute Abend bestimmt was zu erzählen ;-)

Nach diesem Abstecher in die wilden Wälder führte mich mein Weg - diesmal richtig - nach Unterkirnach und durch das Schlegeltal. Es ist wirklich idyllisch dort und die Straßen waren sehr wenig befahren. Gut, Mittwochnachmittag sitzt der normale Arbeitnehmer wohl im Büro und nicht auf dem Motorrad.

Von Villingen aus fuhr ich Richtung Donaueschingen und Hüfingen weiter, danach hatte ich ursprünglich etwas anderes geplant, aber Hunger und die vorgerückte Stunde trieben mich dann doch dazu, den langweiligen, aber schnelleren Weg über die B31 zu nehmen.

Es ging dann auch wieder die "Hausstrecke" zurück, von der B31 runter, Richtung St. Märgen und St. Peter.

Auf dem Rückweg habe ich gemerkt, dass inzwischen mal wieder ein paar "Knoten" geplatzt sind, was das Kurvenfahren betrifft. Ich fahre jetzt tatsächlich schneller, das habe ich weniger daran gemerkt, dass ich auf den Tacho geschaut habe, als daran, dass mich ein Motorradfahrer, der hinter mir fuhr, nicht überholen wollte. Bis jetzt wollten alle immer vorbei an mir. Na, vielleicht fahre ich auch so furchtbar, dass er sich nicht getraut hat, mich zu überholen :-D

Weiter Richtung St. Peter hatte ich dann ein Fahrschulauto vor mir und da ging es selbst mir zu langsam. Wer die Strecke kennt, weiß, dass man da sehr schlecht überholen kann (teilweise auch nicht darf) und ich dachte mir auch, dass es vielleicht nicht sooo die tolle Idee wäre, wenn ich nachher dann knapp vor dem Auto klebe, weil ich trotz allem nicht die Schnellste bin. So bin ich eben gemütlich hinterher getrödelt und war froh, als das Auto Richtung Stegen abgebogen ist.

Mein Motorrad gebe ich ganz bestimmt nie wieder her!

Die Karte wurde wieder erstellt mit freundlicher Hilfe von google-maps.

Freitag, 16. September 2011

12. Tour - Nordschwarzwald - 231 km

Puh, das war ja was heute!

Diese Tour hätte extrem schön und idyllisch sein können, wenn nicht a) etliche Baustellen b) großzügig gestreuter Rollsplit (zum Glück bergauf in den Kurven, nicht bergab) c) dicker Verkehr und d) LKWs en masse, bergauf und bergab.

Am meisten hat mich der Rollsplit ins schwitzen gebracht und ich habe die ganze Zeit Stoßgebete losgeschickt, dass bitte nirgendwo bergab welcher in den Kurven liegt. Die Straße von Zell am Harmersbach nach Bad Peterstal und später weiter nach Freudenstadt wäre ein Traum, wenn eben nicht a) bis d) gewesen wäre. Es war echt kein Genuss, da zu fahren, das war einfach zuviel des Guten für meine Anfängerkenntniss, andere fahren da natürlich schneller. Was soll`s.

Es gab aber trotzdem richtige Highlights auf der Fahrt, die Orte Zell am Harmersbach oder Bad Peterstal-Griesbach könnten prima die Hauptrolle in einem Heimatfilm spielen.
Ein Teil meiner Strecke verlief auf der "Deutschen Fachwerkstraße".

Nur nebenbei: in der Gegend (weiter östlich allerdings) befindet sich der Ort Gengenbach, der im Film "Charly und die Schokoladenfabrik" als "Düsseldorf" fungiert. Als Tim Burton-Fan muss ich da eigentlich mal hinfahren.

Irgendwie will ich es auf meinen Touren mal schaffen, ein paar Orte genauer anzusehen, anstatt nur durchzufahren, es gibt soooo viel zu sehen und zu entdecken! Auf der anderen Seite denke ich mir, dass ich das dann lieber mit einer Wandertour oder vielleicht im Winter mit Langlauf kombinieren werde. Wenn ich auf dem Motorrad sitze, will ich eigentlich nur eins: fahren!

Auf dem Rückweg, der ungeplant (Doro und die Straßenschilder, Klappe, die 125...)  anders verlief, als ich es eigentlich vorhatte, landete ich wieder bei Schiltach in dem Gasthof, wo ich Mitte/Ende August schon  mal auf der Tour von St. Georgen aus war. Die Bedienung hat sich sogar noch an mich erinnert ;-)

Das war die einzige Einkehr heute, von einer Pause auf dem Parkplatz "Renchtalblick" (auf dem man das Renchtal vor lauter Bäumen nicht sah...) mal abgesehen, wo es lecker Energie-Riegel und Wasser aus der Flasche gab. Nach dem Gefahre durch den Rollsplit und dem Herumgekurve zwischen LKWs und drängelnden Lieferwagen, musste einfach eine Pause sein. Es war sogar recht ruhig da und eigentlich ganz hübsch.

Ich habe mir die anderen Motorradfahrer angeschaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass die auch nicht viel schneller um die Kehren  rum sind, wie ich. Spätestens nächstes Jahr klappt das flotter, da bin ich mir sicher.

Jetzt am Ende der Tour durch das Kinzigtal und Elztal ging es dann mal richtig flott für meine Verhältnisse, auf den größeren Straßen steigert sich mein Tempo immer mehr. Ich weiß inzwischen sehr gut, wie mein Motorrad reagiert, wie ich sie um die Kurven kriege usw.  und ich habe - glaube ich - den Verkehr und die Straße recht gut im Blick, weil die ganzen Schalt- und Bremsvorgänge inzwischen wirklich automatisch ablaufen. Ich muss gar nicht mehr auf den Drehzahlmesser schauen, um zu wissen, ob ich jetzt hoch- oder runterschalten muss, weil ich das genau spüre und höre und ich weiß zu 95 %, in welchem Gang ich gerade bin.

Auf der Strecke von Waldkirch nach Freiburg habe ich mal den Gashahn bis zum Anschlag gedreht und bin ein Stück mit Vollgas gefahren. Ich kenn`s ja schon von der Autobahnfahrt in der Fahrschule, es ist *anstrengend* mit dem Winddruck, ewig kann ich das nicht haben, aber für ein paar Kilometer mal richtig durchziehen, macht Spaß. Heute hatte ich auch nicht mit Seitenwind zu kämpfen, hier ist es ja nicht so selten ordentlich windig. Auf der Autobahnfahrt in der Fahrschule hatte ich ein paar Mal erlebt, wie das Motorrad neben einem LKW versetzt wurde, das war irgendwie schon etwas unheimlich...

Und heute habe ich was geschafft, nämlich das ruckfreie Hochschalten! Ich habe irgendwann mal dran gedacht, dass man den Schalthebel vor dem Kuppeln schon etwas belasten soll. "Was meinen die damit??" Dann habe ich`s probiert und, was soll ich sagen, die Gänge gehen wie Butter rein! Beim runterschalten ruckt es ab und zu schon noch, vor allem, wenn ich mal wieder etwas hektisch bin, aber auch das wird besser.

Ich glaube, wenn diese Saison in ein paar Wochen zuende geht, kann ich mit meinen Lernerfolgen und der Kilometerleistung echt zufrieden sein. Und ich weiß jetzt schon, dass ich an jedem schönen, warmen Wintertag das Kennzeichen 03-10 verfluchen werde... aber wenn es ganz schlimm mit dem Entzug wird, kann ich ja eine Maschine leihen gehen ;-)

Die Tour heute war: Freiburg - Denzlingen - Sexau - Freiamt - Schuttertal - Zell am Harmersbach - Bad Peterstal-Griesbach - Freudenstadt - Loßburg - Alpirsbach - Schilltach - Elzach - Freiburg

Die Karte, wie immer mit freundlicher Hilfe von google-Maps.

Donnerstag, 15. September 2011

11. Tour - 383 km Bericht mit Verspätung ;-)

Ich sitze gerade schon an der Planung für die morgige Tour, aber vorher kommt noch der Bericht von meiner letzten.

Der Plan war, eventuell am Bodensee zu übernachten, also bin ich mit einem gepackten Rucksack und Tankrucksack losgefahren.

Mein Weg führte mich erst einmal nach Süden, bis nach Schliegen fuhr ich auf der B3. Von dort aus ging es dann weiter in Richtung Kandern.

Auf dem Weg merkte ich schon, dass ich eigentlich zu wenig gegessen und getrunken hatte und entsprechend unkonzentriert fuhr. Es ist interessant, wie schnell sich das auf die Fahrerei auswirkt, ich hatte sogar Anflüge von schlechter Laune, das passiert mir sonst nie. Also: höchste Zeit, etwas zwischen die Kiemen zu kriegen.

Die Strecke Richtung Kandern ist sehr idyllisch und war am letzten Samstag auch recht wenig befahren. Es ging weiter Richtung Marzell und auf dem Weg fand ich in Mahlsburg den Gasthof Zur Mühle. Glücklicherweise war schon Mittagszeit und ich konnte mich in die Sonne setzen und die Idylle genießen. Der Gasthof ist tatsächlich eine alte Mühle, sehr hübsch hergerichtet und wunderschön gelegen, ich fand es schade, dass es dort keine Zimmer gibt, da wäre ich im Winter gerne mal eingekehrt und hätte mich ein paar Tage vom Stadtleben zurückgezogen.

Nachdem ich mich gestärkt hatte, ging es weiter nach Marzell und von dort durch das Kleine Wiesental über Gresgen und Adelsberg nach Zell im Wiesental. Die Strecke durchs Kleine Wiesental ist ebenfalls äußerst idyllisch, für mich allerdings nach wie vor eine Herausforderung, da die Straße sehr kurvig und eng ist, aber ich war unbedrängt und konnte in meinem Tempo fahren.

Jetzt im Herbst kommen für Motorradfahrer noch neue Herausforderungen hinzu, es liegen Laub, Kastanien, Früchte... Schmutz usw. auf der Straße. Es gilt also, die Straße noch genauer zu "lesen" und  für eine Anfängerin wie mich, die mit diesen Situationen noch nicht konfrontiert war, heißt es erhöhte Vorsicht. Ich habe schlicht und ergreifend keine Lust auf einen Sturz oder eine Situation, die ich nicht kontrollieren kann, also bleib ich weg vom Gas.

Von Zell aus ging es weiter über Schönau und dann Richtung St. Blasien und Schluchsee, auf den Spuren einer meiner letzten Touren.

Diesmal wollte ich jedoch weiter Richtung Bodensee fahren und bin nach Bonndorf abgebogen. In Bonndorf habe ich mir dann eine weitere Rast gegönnt. Es waren unglaubliche Massen von Motorradfahrern unterwegs. Ich finde es auf jeder Tour wieder lustig, dass es Strecken gibt, auf denen ich kilometerweit allein unterwegs bin und es kommen mir meist auch mehr andere Motorradfahrer entgegen, als in meine Richtung fahren. Das war bis jetzt auf jeder Tour so, oder auf fast jeder.

Nachdem Eiskaffee und ein Liter Wasser ausgetrunken waren, ging es weiter auf der L171 über Wutach in Richtung Blumberg. Ich bin bei einer der letzten Touren unten durch die Wutachschlucht über die Schattenlochmühle gefahren, diesmal ging es etwas anders (aber nicht weniger idyllisch) an der Wutach entlang.

Da mir die Schlepperei mit der große Spiegelreflexkamera zuviel war und ich auch befürchte, dass ihr die Rüttelei im Tankrucksack nicht gefallen könnte, gibt es leider keine Fotos. Für die nächste Saison wünsche ich mir vom Weihnachtsmann (oder von meinem Freund...) eine Kompaktkamera, die ich in die Jackentasche stecken kann, da habe ich weniger Bedenken. Meine Spiegelreflex ist mir einfach zu kostbar, weil ich für meine Produktfotos auf sie angewiesen bin.

Hinter Blumberg ging es weiter auf der B314 Richtung Singen und von dort nach Radolfzell.
Ich bin eine Runde durch die Stadt gekurvt und habe überlegt, ob ich dort übernachte (so war der ursprüngliche Plan). Da ich aber irgendwie das Schild der Touristeninfo nicht gefunden oder übersehen hatte, habe ich gegen 17.45 beschlossen, nach Freiburg zurückzufahren.

In Engen musste ich nochmal tanken und es gab einen Fruchtriegel und noch Wasser aus der Flasche für mich. Inzwischen war es nach 18 Uhr und ich wollte unbedingt noch im Hellen zuhause ankommen. Das hieß also: durchfahren und zwar flott!

Unterwegs habe ich schon die Anstrengung gemerkt und dass ich zu wenige Pausen gemacht habe. Eine Stimme aus dem Off flüsterte non-stop "Doro, so passieren Unfälle, durch Übermüdung und zu wenige Pausen..." Zeitweise war es wirklich anstrengend, weiter im Sattel zu sitzen und mich auf die Straße zu konzentrieren. Dazu kam die tiefstehende Sonne, die manchmal sehr geblendet hat, trotz Sonnenvisier und mich dazu zwang, langsamer zu fahren, bis die Situation klar war.

Als dann allerdings die ersten Schilder mit "Freiburg" auftauchten, ging es mit der Müdigkeit dann doch ganz ok. Die B31 fahre ich ja - wie gesagt - nicht sonderlich gerne, aber diesmal war sie mir willkommen.

Es war nicht sonderlich spannend, dort zu fahren, bis... Falkensteig.

Da wurde es lustig für mich und ich meine das jetzt nicht ironisch, sondern es war amüsant.
Hinter Falkensteig gibt es einige Kurven und auch eine 180-Grad-Kehre. Ich habe mich schon gewundert, warum der Verkehr auf einmal dichter und langsamer wurde... und dann habe ich sie gesehen, die "nicht-gebirgserfahrenen" Autofahrer...

Ja, gut, ich kann es ein wenig nachvollziehen, wenn ich sehe, wie ich im Schwarzwald um die Ecken schleiche. Aber hier... die Straße ist bestens ausgebaut, in gutem bis sehr gutem Zustand und *breit*
Kein Grund, dort mit 40 um die Ecken zu schleichen. Ich meine, es war ein sonniger, trockener Tag!

Naja, überholt habe ich nicht (darf man da auch nicht), aber mir eins gegrinst.

Ja, und um 19.15 war ich dann zuhause, total ko, halb verhungert und verdurstet, aber stolz :-)

Ich kann`s gar nicht oft genug sagen: ich liebe mein kleines Motorrad und das Fahren macht mir wahnsinnig Spaß, ich habe noch keine Sekunde bereut, den Schein gemacht zu haben und kann allen, da draußen, die es sich gerade überlegen nur sagen: TUT ES, ES IST GEIL!

P.S: Inzwischen sind die zweiten 1000 km auch voll, bin gespannt, wieviele es in dieser Saison noch werden...

Die Karte wie immer mit freundlicher Hilfe von google-Maps.

Samstag, 3. September 2011

10. Tour - 229 km Freiburg - Schluchsee - Freiburg

Heute war endlich wieder einmal Zeit und Wetter für eine größere Tour. Es ist gerade herrlich, noch hochsommerlich warm und selbst oben im Schwarzwald reichte es, ein T-Shirt unter der Jacke zu tragen.

Ich bin gegen Mittag aus Freiburg Richtung Badenweiler aufgebrochen.
Ursprünglich wollte ich eine andere Route fahren, als durchs kleine Wiesental, da ich aber - wie nicht ganz selten - ein Schild übersehen habe, landete ich im Kleinen Wiesental.

Heute habe ich die Wirkung des Fahrtrainings ganz besonders gespürt!
In den Kurven bin ich immer noch recht langsam, aber ich habe keinerlei Angst oder Panik mehr, selbst wenn es eng oder sehr eng wird. Selbst die 180-Grad-Kurven versetzen mich nicht mehr in Panik.

Inzwischen schaffe ich es wirklich gut, entspannt und locker auf dem Bike zu sitzen.
Mehr Tempo wird im Lauf der Zeit sicherlich auch kommen, ich merke, dass ich langsam das Fahren selbst mehr genießen kann und nicht mehr so auf die ganzen Abläufe achten muss.

Die Straße durch das Kleine Wiesental ist leider größtenteils sehr schlecht, es gibt (zu Recht) häufig Geschwindigkeitsbegrenzungen, an besonders schlechten Stellen auch schon mal 30 km/h. Naja, ganz dran gehalten habe ich mich nicht ;-) Ich war aber froh, dass ich die Strecke bergauf und nicht bergab gefahren bin und schon gar nicht im Dunkeln... 

Außer mir haben noch etliche andere Biker das wunderbare Wetter genutzt, die meisten kamen mir aber entgegen.

Im Kleinen Wiesental erwarten einen herrliche Ausblick und etliche Kurven, teilweise ist der Fels ganz eng an der Straße, es hat wirklich leichten Gebirgscharakter, Schwarzwald vom Feinsten!

Netterweise blieben mir heute auch unangenehme Situationen mit Autofahrern oder anderen Motorradfahrern erspart, erstaunlicherweise war ich oft relativ allein auf weiter Flur, niemand hat gedrängelt oder riskant überholt. Vielleicht bin ich doch schneller geworden?? Ich schaue eigentlich nur dann auf den Tacho, wenn es irgendwo relevante Geschwindigkeitsbegrenzungen oder die Möglichkeit zum schneller fahren gibt. Inzwischen höre und weiß ich meist genau, in welchem Gang ich bin, und ob rauf- oder runterschalten angesagt ist.

Vom Kleinen Wiesental aus ging es weiter Richtung Utzenfeld. Als ich von der Bundesstraße abbog, stellte ich fest, dass der Ort schon Utzenfeld war, und ich gar nicht hätte reinfahren müssen. Also schnell gewendet und dann weiter in Richtung St. Blasien über Schönau und Bernau.

Heute habe ich mir mal wieder ganz arg die "Immer-und-Überall-Dabei-Kamera" gewünscht, es war so unglaublich idyllisch. Weiter oben beginnt jetzt schon die Herbstfärbung, ich denke aber, das Meiste davon ist - wie in den letzten Jahren  häufig - trockenheitsbedingt.

Oben waren das Licht und die malerische Landschaft einfach wunderbar, der Himmel war strahlend blau und es roch nach Heu.

Wir hatten hier letztes Wochende einen leichten Herbsteinbruch und unter der Woche auch etwas unbeständiges, aber warmes Wetter, so richtig herbstlich ist es noch nicht. Selbst die letzten Nächte waren warm.

Unterwegs machte mir mal wieder der Durst zu schaffen.

Bei Utzenfeld habe ich auf einem Parkplatz eine kurze Pause gemacht und etwas getrunken und gegessen. Inzwischen überlege ich ernsthaft, mir ein "Camel Pack" zu kaufen, denn nicht immer, wenn es nötig ist, kann man gut anhalten und eine Trinkpause machen und ich neige dazu, stark zu schwitzen.

Ich merke inzwischen sehr genau, wenn eine Pause erst langsam und  dann dringend nötig wird...

Von St. Blasien aus ging es dann weiter Richtung Schluchsee.

Es war unglaublich viel los dort, Wanderer, Radfahrer, Biker, Autofahrer... alle zog es raus, das wunderbare Wetter genießen.

In Schluchsee selbst habe ich dann auch die längst fällige Rast gemacht, leider war ich mal wieder zu spät für die Küche dran und musste mich mit einem Eiskaffee begnügen. Aber trinken war sowieso wichtiger, als essen. Ich kenne das vom Radfahren, wenn man zu wenig trinkt, ist es viel gravierender, als wenn man zu wenig isst. Vor allem wirkt sich ersteres sehr viel rascher aus.

So konnte ich von der Terrasse des Cafés die ganzen Motorräder bewundern, die die Straße entlang kamen.

In Schluchsee überlegte ich, welche Strecke ich weiter fahren würde, die B500 oder lieber die Strecke über Lenzkirch. Ich habe mich für Lenzkirch entschieden und wurde mit einer wunderschönen Strecke, die erstaunlicherweise auch wenig befahren war, belohnt.

Von dort ging es erst Richtung Titisee, und dann ein kleines Stück auf der B31.

Ich wollte eigentlich über Rössleberg fahren, bin da aber in einer Sackgasse gelandet und musste (oh Schreck) ein Stück rückwärts den Berg runter. Elegant war das nicht, aber ich habe es hingekriegt, schön vorsichtig ;-)

An der Abzweigung Richtung St. Märgen habe ich die B31 wieder verlassen und bin meine "Standardroute" über St. Peter und das Glottertal nach Freiburg zurückgefahren. Nachdem durstbedingt meine Aufmerksamkeit etwas nachließ, bin ich noch einen kurzen Umweg über Denzlingen und Emmendingen-Wasser gefahren.

Jetzt bin ich frisch geduscht und als nächstes muss ich was trinken und essen, der Magen knurrt...

Die genaue Strecke könnt ihr auf der Karte sehen, mal wieder erstellt mit der freundlichen Hilfe von google maps.